Russland strebt neue Energie-Charta mit Europa an
Helsinki - Russland strebt eine neue Energie-Charta mit Europa an. Präsident Dmitri Medwedew kündigte dafür einen Vorschlag an: "Heute werden wir unseren G-20-Partnern ein Grundlagendokument zukommen lassen", sagte er in Helsinki nach einem Treffen mit seiner finnischen Kollegin Tarja Halonen. Neben den G-20- und EU-Staaten gehe das Dokument auch an die früheren Sowjetrepubliken. Mit den EU-Partnern solle "so schnell wie möglich" ein konstruktiver Dialog beginnen.
Mit der neuen Energie-Charta will Moskau die alte Charta von 1991 ablösen, der 49 Staaten beigetreten waren. Russland hatte die Charta, die seiner Ansicht nach längst veraltet ist, nie ratifiziert. Der neue Entwurf decke dagegen alle wichtigen Energie-Fragen ab, darunter Transit-Regelungen und die wichtigsten Energieträger Öl, Gas, Strom, Kohle und Atomenergie, sagte Medwedew. Die EU bezieht ein Viertel ihres Gases von Russland. Erst im Januar hatte ein Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine, bei dem es um Transitgebühren ging, zu Versorgungsengpässen in Teilen Europas geführt.
Weitere Nachrichten vom 21.04.2009
- Russland und China besiegeln Milliarden-Ölgeschäft
- Windkraftbranche sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt
- Deutsche Telekom: Prognose für 2009 gesenkt
- Magazin: Nutzung von Blackberry wird kritischer gesehen
- Autoren werfen Google Urheberrechtsverletzungen vor
- RWE-Konzernumbau nimmt langsam Konturen an
- EU-Preisgrenzen für den Versand von SMS in der Kritik
- Verband: Strompreise sinken erst 2010
- Verzicht auf Stand-by-Betrieb spart bis zu 100 Euro
- Umfrage: Mehrheit hält Strompreise für überzogen
- Verdreifachung des Anteils an erneuerbaren Energien bis 2020
- Ölpreise steigen leicht

Tarifvergleiche für Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen an.
Mehr erfahren
