Ökologische Anstrengungen von Elektronikkonzernen bewertet
Tokio - Greenpeace kritisert namhafte Computer- und Elektronikkonzerne aus den USA, Japan und China wegen mangelhaften Umweltanstrengungen. In einer Studie, in der insgesamt 18 Unternehmen bewertet wurden, schnitten der japanische Hersteller Nintendo und der chinesische Konzern Lenovo am schlechtesten ab. Dies erklärte Greenpeace am Mittwoch.
Die Umweltorganisation kontrollierte die Anstrengungen der Firmen beim Verzicht auf gefährliche Substanzen, bei der Einführung von Energiespartechnologie und beim Recycling von Elektroschrott.
Neben Nintendo und Lenovo auf den hinteren Plätzen landeten der US-Software- und Computerkonzern Microsoft, Toshiba aus Japan und Samsung aus Südkorea. Den ersten Platz in der Rangliste der umweltfreundlichsten Elektronikkonzerne belegte demnach der finnische Handy-Hersteller Nokia, gefolgt vom Wettbewerber Sony Ericsson. Auf Platz drei landete der niederländische Konzern Philips, gefolgt von den US-Unternehmen Motorola und Apple.
Greenpeace kämpft insbesondere für einen Verzicht der Industrie auf PVC und Brandschutzmittel, da diese in der Natur nur schwer abbaubar sind und sich im menschlichen Körper ansammeln können. Bei der Verwertung von Elektroschrott etwa durch das Verbrennen von PVC-haltigen Kabeln zur Rückgewinnung des enthaltenen Kupfers würden Dioxine freigesetzt, sagte Greenpeace-Expertin Iza Kruszewska. Ähnlich verhalte es sich mit dem Kochen von Computerplatinen in Säure zur Rückgewinnung der enthaltenen Spuren von Gold.
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