Nokia will Marktführung mit günstigen Smartphones verteidigen
Helsinki/Stockholm - Mit billigeren Smartphones plant der finnische Handyhersteller Nokia seine weltweite Marktführung zu verteidigen. Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo sagte dazu am Donnerstag in der Zeitung "Dagens Nyheter" (Stockholm): "Überall auf der Welt wird nach dem verlangt, was man mobile Computer oder Smartphones nennen kann. Unser Ziel heißt Expansion, indem wir Smartphones zu niedrigeren Preisen anbieten."
Nokia hat bei Handys insgesamt einen weltweiten Marktanteil von knapp 40 Prozent, musste aber im ersten Quartal einen Absatzrückgang von fast einem Fünftel auf 93 Millionen Mobiltelefone hinnehmen. Bei den sogenannten Smartphones, wie die Kombination aus Handy und Mini-Computer genannt wird, ist Nokia ebenfalls Marktführer, die Marktanteile gehen aber unter dem Druck der Konkurrenz stetig zurück. Im ersten Quartal 2009 hielt Nokia nur noch 38 Prozent des Smartphone-Marktes gegenüber knapp 44 Prozent vor einem Jahr und einst mehr als 60 Prozent.
Kallasvuo äußerte sich in "Dagens Nyheter" ausweichend zur Zukunft des mit hohen Verlusten arbeitenden Netzwerk-Ausrüsters Nokia Siemens Networks. Er sagte auf die Frage nach einer möglichen Übernahme aller Anteile des deutschen Partners Siemens, man habe sich auf eine Partnerschaft über sechs Jahre geeinigt. Von denen seien erst zwei abgelaufen. Zur Möglichkeit eines Nokia-Ausstiegs meinte Kallasvuo: "Wir konzentrieren uns auf geschäftliche Verbesserungen. Es gibt keinen Bedarf an Diskussion über die Eignerschaft."
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