Keine Sorge: Strom- und Gasversorgung bleibt gesichert
Berlin - Trotz der anhaltenden Kälte müssen sich die Verbraucher in Deutschland keine Sorgen um die Versorgung mit Strom und Gas machen. "Die derzeitige Versorgungssituation mit Strom in Deutschland ist angespannt, aber stabil." Dies teilte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Sonntag in Berlin mit. "Dies gilt auch für den Gasbereich, wo kein Mengenproblem existiert, sondern ein Engpass im Netz beim Transport vom Norden in den Süden Deutschlands."
Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" berichtet, dass im Ministerium ein Krisenstab zur Sicherung der Energieversorgung einberufen worden sei. Dies sei falsch, hieß es im Wirtschaftsministerium. "Es ist vielmehr selbstverständlich, dass das Bundeswirtschaftsministerium bei der derzeitigen Lage im regelmäßigen Kontakt mit den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur steht. Das ist übliches Verwaltungshandeln."
Das Ministerium sprach lediglich im Gasbereich von "wenigen lokalen Einzelfällen", in denen Kunden nicht mit den vollen vertraglich vereinbarten Mengen beliefert worden seien. "Im Strommarkt wurden bisher noch keine Kunden einschränkende Maßnahmen ergriffen", hieß es weiter.
In den vergangenen Tagen hatte die russische Gazprom wegen der extremen Kälte weniger Gas nach Europa exportiert. Begründet wurde dies mit der gestiegenen Nachfrage auf dem heimischen Markt, die zuerst bedient werden müsse. Am Freitag hatte Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew aber auch mitgeteilt, dass das Unternehmen seine unterirdischen Gasspeicher anzapfen werde, um eine stabile und sichere Versorgung zu sichern.
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