In Frankreich soll ein vierter Netzbetreiber Frequenzen erhalten
Paris - Die französische Regierung strebt einen stärkeren Wettbewerb im Mobilfunk an. Bis zum Sommer soll deshalb ein Teil der noch verfügbaren Frequenzen an einen vierten Mobilfunkanbieter vergeben werden, wie Regierungschef François Fillon am Montag mitteilte. Die noch freien 15 Megahertz (MHz) sollen demnach zu gleichen Teilen an drei Anbieter aufgeteilt werden. Bewerben darum können sich die bestehenden Mobilfunkbetreiber Orange, SFR und Bouygues Telecom, ein Teil soll aber auf jeden Fall an einen neuen Betreiber vergeben werden.
Die Regierung habe die zuständige Behörde bereits beauftragt, bis Ende Februar ein Angebot auszuschreiben, sagte Fillon. Die Kapazitäten sollten dann noch vor dem Sommer aufgeteilt werden. "Je mehr Anbieter, desto mehr Wettbewerb", sagte Fillon.
Der neue Anbieter wird mit der zu vergebenden Kapazität von fünf Megahertz nicht ganz Frankreich abdecken können, sondern müsste Frequenzen von den anderen Anbietern dazumieten. Die Gruppe Iliad, Mutterhaus des Internetproviders Free, hatte unlängst noch einmal ihr Interesse an einer Mobilfunklizenz betont.
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