Griechenland verkauft Internetadresse an Grönland

Athen/Nuuk – Griechenland hat das Adresskürzel „.gr“ (Top Level Domain) zur Entlastung der Staatsfinanzen an Grönland verkauft. In der Nacht zum Donnerstag verkündeten Vertreter beider Regierungen in einer gemeinsamen Presseerklärung, dass alle Internetadressen mit der Endung .gr nach einer Übergangszeit in den Besitz Grönlands übergehen werden.

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Bild: Geld Bild: ©matttilda/fotolia.com / Text: Verivox

Der historisch einmalige Transfer kam zustande, nachdem das hochverschuldete Griechenland immer größere Probleme damit hat, Käufer für seine Staatsanleihen zu finden. Über den genauen Kaufpreis der Top Level Domain .gr wurde Stillschweigen vereinbart. Branchenkenner gehen von einer Summe zwischen 100 und 150 Millionen Bison Dollar aus.

Die rund 2,2 Millionen Websites sollen im Lauf der nächsten vier Wochen schrittweise auf grönländische Server transferiert werden. Auf die Frage, was die rund 55.000 Grönländer mit einer so großen Anzahl von Websites tun werden, antwortete der Regierungsvertreter Klaus Aavigannguaq: „Zunächst werden wir alle bestehenden Inhalte löschen – wir können ja leider kein Griechisch. Dann starten wir eine große Wikipedia, die endlich alle Namen für Schnee umfassen soll.“

Die griechische Regierung erhofft sich von dem Verkauf nicht nur eine Aufbesserung der Staatsfinanzen, sondern auch eine Erhöhung der Produktivität im griechischen Beamtenapparat. „Ohne Internet können sich unsere Beamten auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Statt den ganzen Tag auf facebook.gr zu surfen, können sie sich nun wieder um die Buchführung kümmern.“

Der unerwartete Schachzug der griechischen Regierung trifft nicht überall auf Verständnis. Der bekannte Blogger Kostas Papandropopopoulos hat seine Mitstreiter zu einer Online-Petition aufgerufen. Leider scheint der Aufruf zu den ersten Internetseiten zu gehören, die bereits abgeschaltet wurden.

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