Gazprom und iranische Ölgesellschaft vereinbaren Zusammenarbeit

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Teheran (AFP) - Der russische Energiekonzern Gazprom wird Iran bei der Erschließung seiner Gas- und Erdölvorkommen helfen. Gazprom und die staatliche iranische Erdölgesellschaft schlossen am Sonntag einen entsprechenden Vertrag über ihre Zusammenarbeit, wie die dem iranischen Ölministerium zugehörige Nachrichtenagentur Schana mitteilte. Einzelheiten nannte die Nachrichtenagentur nicht. Gazprom-Chef Alexej Miller hatte sich am Sonntag mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad getroffen und die Bereitschaft seines Konzerns betont, den Iran bei der Öl- und Gasförderung zu unterstützen.

Russland springt damit in die Lücke, die westliche Konzerne im Iran lassen. Erst vor wenigen Tagen hatte der französische Ölkonzern Total weitere Investitionen dort als politisch zu riskant abgelehnt. Der iranische Ölminister Gholam Hossein Nosari erklärte daraufhin am Samstag, Total sei nicht mehr am Erdgasprojekt Pars Süd beteiligt. Die westlichen Staaten drängen die Unternehmen in ihren Ländern zum Rückzug aus dem Iran, von dem sie ein Ende des Atomprogramms fordern. Der Iran wendet sich daher mehr und mehr asiatischen und russischen Unternehmen zu.

Weiterhin hat Iran nach eigenen Angaben ein neues Ölfeld im Südwesten des Landes entdeckt, das mehr als eine Milliarde Barrel Öl umfassen soll. Wie Ölminister Gholam Hossein Nosari am Sonntag in Teheran mitteilte, befindet sich das Feld unweit der Stadt Andimeschk in der Provinz Chusestan, die an den Irak grenzt. Das Feld umfasse 1,1 Milliarden Barrel (ein Barrel entspricht 159 Litern) der Sorte "Sweet Crude", 233 Millionen Barrel davon seien zugänglich, sagte Nosari laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Schana. "Sweet Crude" ist Erdöl von sehr guter Qualität mit weniger als 0,5 Prozent Schwefel.

Der Iran ist der zweitgrößte Erdölproduzent innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) und der viertgrößte Hersteller weltweit. Ein Mangel an ausländischen Investitionen in die Infrastruktur der iranischen Erdölindustrie führt aber dazu, dass die Kapazitäten des Landes nicht voll genutzt werden können.



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