Europäische Energiebörse EEX verzeichnet Gewinnrückgang
Leipzig - Die Europäische Energiebörse EEX musste im ersten Halbjahr 2011 einen leichten Gewinnrückgang verzeichnen. Das Ergebnis vor Steuern (Ebt) fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 11,5 Millionen auf 11,1 Millionen Euro, wie der neue Vorstandschef Peter Reitz am Donnerstag in Leipzig mitteilte. Der Umsatz betrug 24 Millionen Euro und somit sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Reitz führt seit August die Geschäfte der EEX, er folgte Hans-Bernd Menzel nach, der im Frühjahr aus dem Unternehmen ausschied.
Grund für den Gewinnrückgang sind laut Reitz hohe Investitionen des Unternehmens sowie starke Unsicherheiten im Markt. Er geht aber davon aus, dass die Investitionen in Technik und Personal sich bereits zum Ende des Jahres auszahlen werden. Die EEX werde das Geschäftsjahr 2011 besser abschließen als das Vorjahr, zeigte sich Reitz optimistisch. Über die EEX wird den Angaben zufolge knapp ein Viertel des in Deutschland verbrauchten Stroms gehandelt.
Beim Personal wird aufgestockt. Zu den 100 Mitarbeitern sollen bis Jahresende 30 neue hinzukommen. Der Standort Leipzig sei und bleibe sicher, sagte Reiz. Die EEX werde auch unter ihrem neuen Mehrheitseigentümer Eurex selbstständig bleiben.
Wichtigstes Standbein der Börse bleibt der Strom-Terminhandel. Mit einem Erlös von 14,9 Millionen Euro blieb dieses Geschäftsfeld jedoch leicht hinter den Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2010 zurück.
Dafür zog der Gashandel um sieben Prozent an, wenn auch auf geringem Niveau. Zum Erlös trug dieses Feld nur knapp eine halbe Million Euro bei. Stark rückläufig war das Geschäft mit CO2-Zertifikaten. Hier sackten die Erlöse um ein Drittel auf 310.000 Euro ab.
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