EU will Alternative zu russischen Gaslieferungen schaffen
Brüssel - Momentan deckt die Europäische Union ein Viertel ihres Gasverbrauchs durch Lieferungen aus Russland. Die EU will nun bei einemTreffen in Prag Alternativen zu den russischen Gaslieferungen schaffen. Um das zu verwirklichen, will man die Hilfe zentralasiatischer Staaten, des Iraks und Ägyptens in Anspruch nehmen. Dies geht aus einem Entwurf für eine Erklärung hervor, die bei einem Treffen der EU mit Regierungsvertretern aus dem Osten und Süden der EU beschlossen werden soll.
Bei dem Treffen sollen sich die Teilnehmer - Aserbaidschan, Ägypten, Georgien, Irak, Kasachstan, Türkei, Turkmenistan und Usbekistan - gemeinsam mit der EU verpflichten, die Hindernisse für den Bau der über die Türkei laufenden "Nabucco"-Gaspipeline zwischen Aserbaidschan und Österreich zu beseitigen.
Unter anderem hofft die EU darauf, dass sich die großen Gasproduzenten Aserbaidschan und Turkmenistan konkret bereit erklären, bestimmte Gasmengen nach Europa zu liefern. Die EU will mit dem Versprechen, dieses Gas zu kaufen, dazu beitragen, dass große Pipeline-Projekte in Angriff genommen werden. Neben der "Nabucco"-Leitung, mit der Gas unter Umgehung Russlands nach Europa gebracht werden könnte, soll auch eine südliche Pipeline für Gas aus Aserbaidschan über die Türkei und Griechenland nach Italien gebaut werden.
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