EU-Kommission will europaweiten Handel mit Ökostrom
Berlin - Deutschland soll nach dem Willen der EU-Kommission seine Energiepolitik europäischer gestalten, so ein Zeitungsbericht. "Milliarden Euro könnten gespart werden, wenn die EU-Staaten erneuerbare Energien als Handelsware auf dem Binnenmarkt nutzen würden statt nur auf ihrem eigenen nationalen Markt", zitiert die "Welt" aus einem Entwurf der EU-Kommission.
Energiekommissar Günther Oettinger wolle die 27 Mitglieder dazu drängen, die Finanzierung umweltfreundlicher Energiegewinnung, etwa durch Solar- und Windkraftanlagen, über nationale Grenzen hinaus und damit kostensparend zu konzipieren. Nach Berechnungen europäischer Wissenschaftler könnten so bis zum Jahr 2020 rund 100 Milliarden Euro eingespart werden, berichtet das Blatt.
Die Bundesregierung verwehre sich bisher Ansätzen zu einem EU-Binnenmarkt für erneuerbare Energien, obwohl diese bereits im EU-Klimapaket von 2008 angelegt seien, schreibt die Zeitung weiter. Berlin setze stattdessen auf das Modell der nationalen Einspeisevergütung. Der Gesetzgeber garantiert damit den Erzeugern von Ökostrom die Abnahme, die Zusatzkosten werden auf die Verbraucher umgelegt.
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