Erste Entlassungswelle bei E.ON für Juli 2012 angekündigt
Düsseldorf - Die Tatsache, dass der Energiekonzern E.ON in großem Stil Stellen abbauen will, kursiert schon länger in den Medien. Nun wurden bei der Arbeitsagentur München Massenentlassungen zum 30. Juni 2012 angekündigt. Gewerkschafter fürchten, dass es nicht bei einer Anzeige bleiben wird.
E.ON hat nach einem Pressebericht bei der Arbeitsagentur München Entlassungen zum 30. Juni 2012 angemeldet. Dies berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" am Donnerstag unter Berufung auf Konzernkreise. Demnach plant die in München sitzende Tochter E.ON Energie AG die Entlassung von mehr als 350 Mitarbeitern. Zu einer schriftlichen Anzeige von so genannten Massenentlassungen sind Unternehmen nach dem Kündigungsschutzgesetz verpflichtet, wenn sie einer größeren Anzahl von Mitarbeitern kündigen wollen.
E.ON-Sprecher Josef Nelles bestätigte den Schritt: "Die Anzeige bei der Agentur für Arbeit erfolgte aus rein formalrechtlichen Gründen im Zusammenhang mit einer Initiative, die den Mitarbeitern ein freiwilliges Ausscheiden ermöglicht", zitiert das Blatt den Sprecher. In Gewerkschaftskreisen werde befürchtet, dass weitere Anzeigen von Massenentlassungen folgen. Der RWE-Konkurrent hatte 2011 angekündigt, 6.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen zu wollen und betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.
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