Ericsson sieht Krise überwunden - Sprung in die Gewinnzone

dpa
Bild: Geld
Stockholm (dpa) - Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat im vergangenen Jahr vor allem dank eines überraschend starken vierten Quartals wieder Gewinne eingefahren und hält die mehrjährige Talfahrt für überwunden. Wie der weltweit grösste Ausrüster von Mobilfunknetzen am Freitag in Stockholm mitteilte, wurden 2003 nach Abzug einmaliger Umstrukturierungskosten 2,8 Milliarden Kronen (304 Millionen Euro) Ertrag gegenüber 14 Milliarden Kronen Verlusten 2002 erwirtschaftet.

Mehr als doppelt so hoch wie von Analysten erwartet fiel dabei der Gewinn von 5,5 Milliarden Kronen im vierten Quartal nach einem Minus von 2,1 Milliarden Kronen in den letzten drei Monaten des Vorjahres aus. Ericsson hatte zuvor zehn Quartale hintereinander mit roten Zahlen abgeschlossen und die Beschäftigtenzahl von über 100.000 (1999) auf derzeit 51.600 halbiert.

An der Stockholmer Börse stieg die Ericsson-Aktie nach der Bilanzveröffentlichung um 12,4 Prozent auf 19,10 Kronen. Konzernchef Carl-Henric Svanberg sagte: "Wir sind nun wirklich auf dem Weg von der Krise weg und können mit Zuversicht in die Zukunft blicken." Ericsson war von der Branchenkrise wegen der extremen Investitionszurückhaltung von Netzbetreibern besonders stark betroffen.

Svanberg erklärte, diese verfügten nun wieder über finanzielle Mittel. Die bevorstehende Inbetriebnahme von UMTS-Netzen und ein zunehmender Gesprächsverkehr in den zum Teil stark beanspruchten GSM- Netzen führten zu einer "steigenden Investitionsbereitschaft".

Der Umsatz bei Ericsson fiel im vergangenen Jahr bedingt durch die Dollarschwäche um 19 Prozent auf 117,7 Milliarden Kronen. Vor Ericsson hatten auch die anderen führenden Unternehmen der Mobilfunkbranche Nokia, Motorola, Samsung und Siemens einhellig kräftig gestiegene Gewinne für das letzte Quartal 2003 gemeldet und sich optimistisch über die Wachstumsperspektiven des laufenden Jahres geäussert.



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