Einlenken bei Microsoft: Windows 7 in EU ohne Browser
New York/Brüssel - Der Software-Hersteller Microsoft hat im Streit um die Bündelung von Windows mit seinem Internet-Browser in Europa eingelenkt. Das US-Unternehmen teilte am Donnerstagabend mit, dass das nächste Betriebssystem Windows 7 in der EU ohne integrierten Internet Explorer angeboten werde. Microsoft gab in einem Firmenblog an, so eine problemlose Markteinführung von Windows 7 im Oktober sichern zu wollen. So könnten Computer-Hersteller auf den Geräten vor dem Verkauf Browser nach Wahl installieren. Ein Browser ist ein Programm, das man braucht, um das Internet zu nutzen.
Die EU-Wettbewerbshüter reagieren skeptisch auf die Ankündigung. Im laufenden Wettbewerbsverfahren zu dem Browser dringe die EU-Kommission darauf, dass es bei Windows mehr Auswahl bei Browsern geben soll und nicht weniger, teilte die EU-Behörde in Brüssel mit.
Die Kommission schrieb weiter, das Wettbewerbsverfahren zu den Browsern solle bald abgeschlossen werden. Die EU-Wettbewerbshüter untersuchen nach einer Beschwerde des Microsoft-Konkurrenten Opera, ob der Softwareriese aus den USA mit der Koppelung des Internet Explorers und Windows den freien Wettbewerb behindert. Es drohen ein hohes Bußgeld und weitere Sanktionen. Die Strafgelder aus Brüssel gegen Microsoft belaufen sich bereits auf rund 1,7 Milliarden Euro.
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