Ehemaliger US-Regierungsberater erwartet Ölpreis von 200 Dollar

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München (AFP) - Die Welt wird nach Ansicht des Rohstoff-Experten und ehemaligen US-Regierungsberaters Matthew Simmons nicht mehr Öl bekommen können als derzeit. "Nach allen Informationen, die zur Verfügung stehen, ist der Höhepunkt der Ölförderung, also der sogenannte Peak Oil, bereits 2005 erreicht worden", sagte Simmons im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochsausgabe). Der schwarze Rohstoff werde knapp bleiben und der Preis daher "auf 200 Dollar je Fass" steigen.

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Die Ergiebigkeit der kürzlich vor Brasilien entdeckten Ölquelle hält Simmons für stark überschätzt. Statt der zunächst diskutierten Volumina von 33 Milliarden Barrel Öl rechnet er "eher mit eineinhalb Milliarden Barrel an förderbaren Reserven dort". Das Feld vor Südamerikas Küste liege unter einer dicken Salzkruste in mehr als 2000 Meter Tiefe, die Erschließung sei daher unsicher und teuer. "Wenn überhaupt, dauert es Jahre, bis das Feld erschlossen ist", sagte Simmons der Zeitung.

Simmons, der früher auch US-Präsident George W. Bush in Energiefragen beriet, empfiehlt den Industrienationen eine dringende Abkehr vom Öl und den Ausbau von alternativen Konzepten. "Wenn wir es schaffen, den Verbrauch um ein Drittel zurückzuschrauben, könnten wir uns damit ein bis zu 50 Jahre längeres Ölzeitalter erkaufen."



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