Die Suche nach einem Atomendlager erhitzt Gemüter in vielen Ländern
- Studie zu Atomendlager untersucht Lagermöglichkeiten im Donautal
- Kritik im Landkreis Konstanz an Studie über Atomendlager
- Gabriel gegen beschleunigte Entscheidung über Atomendlager
- Gabriel-Plan zu Atomendlager: Gorleben-Entscheidung 2010 möglich
- Neue Debatte über Standort eines Atomendlagers in Deutschland
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Die konkrete Umsetzung ist mit diesen Rahmenbedingungen jedoch noch lange nicht geklärt. Welches Gestein bietet zum Beispiel die größte Sicherheit - Ton, Granit oder Salz? In Deutschland setzte man bislang vor allem auf Salz, in der Schweiz gibt es dagegen gar keine Salzvorkommen. "Man muss damit leben, was man hat", sagt der Schweizer Aebersold. Letztendlich seien Eigenschaften wie die Standfestigkeit der Deckgebirge wichtiger als die Gesteinsart.
Eine andere Frage ist die Rückholbarkeit. Die Befürworter wollen mit Blick auf unvorhersehbare Entwicklungen auch in der Zukunft Zugriff auf den Müll haben. Um nicht erpressbar zu sein und um einen terroristischen Anschlag auszuschließen, wollen andere die Schächte nach der Einlagerung für immer mit Beton oder ähnlichem verschließen. "Die Lösung darf nicht nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden", sagt Ulrich Kleemann vom Bundesamt für Strahlenschutz (Salzgitter).
In Deutschland sollte bislang die derzeit ruhende Erkundung des Salzstockes bei Gorleben zeigen, ob der Salzstock für ein Endlager geeignet ist. "Konkrete Sicherheitsanforderungen gibt bislang nur aus den 80er Jahren, diese müssen weiterentwickelt und dem internationalen Stand angepasst werden", erläutert der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König.
Auch Gabriel fordert: "Wir müssen bei der Endlager-Debatte auf internationales Niveau kommen." Er möchte weitere Standorte auf ihre Eignung untersuchen lassen und plädiert für ein ähnliches Vorgehen wie in der Schweiz.
Wie das Nachbarland vorgeht, erläutert Aebersold: "Wir haben uns in aller Welt umgeschaut und die besten Punkte rausgenommen." Um ein Meinungsbild zu bekommen, werden Bürger zu Diskussionen eingeladen. Politiker, Vertreter von Interessengruppen und aus der Atomindustrie werden zudem in Workshops informiert. Mindestens zwei alternative Standorte sollen anschließend benannt und nach festen Sicherheitskriterien verglichen werden.
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