Deutsche Firma will Insel im Atlantik auf Ökostrom umstellen
Berlin - Eine deutsche Firma plant, die Stromversorgung einer ganzen Insel im Atlantik ausschließlich auf erneuerbare Energien umzustellen. In Berlin unternahm die Firma Younicos, Tochter des Solar-Unternehmens Solon, am Donnerstag einen entsprechenden Testversuch. Dabei soll simuliert werden, wie die Azoren-Insel Graciosa mit Strom aus Sonne und Wind versorgt wird. Wenn die Tests erfolgreich sind, soll das System auf der Insel eingesetzt werden.
Das System für die Energieversorgung der Insel besteht im Wesentlichen aus Windrädern, Solarzellen und einer Hochleistungsbatterie. Mit dieser Batterie eines japanischen Spezial-Herstellers soll der Strom in Zeiten gespeichert werden, in denen der Verbrauch niedrig ist. Einer der Knackpunkte für eine vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien ist stets, dass die Erzeugung und die Nachfrage von Strom im Tagesverlauf oft auseinanderklaffen.
Der Chef der Elektrizitätsgesellschaft der Azoren, Francisco Botelho, hatte vor wenigen Wochen der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa gesagt, dass das System bei einem erfolgreichen Testlauf in Deutschland auf der Insel Graciosa eingesetzt und womöglich auf andere Inseln des Archipels ausgedehnt werden könne. Graciosa ist die zweikleinste Azoren-Insel. Dort leben rund 5000 Menschen, die meisten von ihnen von Ackerbau und Viehzucht.
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