Aufruf zur Einführung der neuen Internetgeneration
Cerf, der bei Google "Chief Internet Evangelist" ist, mahnte ebenfalls zur Eile beim Übergang auf die neue Internetversion. Er schätzt, dass "irgendwann zwischen 2010 und 2011" keine alten IPv4-Adressen mehr verfügbar sein dürften, um neue Router und Webserver ans Internet anzubinden. Cerf, der in den siebziger Jahren eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Protokolle für die Datenverkehrsregelung im Internet spielte, wies darauf hin, dass der neue Internetstandard IPv6 von den meisten Softwareunternehmen schon seit einigen Jahren in Betriebssysteme und Anwendungen eingebaut worden sei. Jedoch hätten die Internetserviceanbieter ihre Router, also die Verbindungsglieder der einzelnen Netzwerke im weltumspannenden Internet, noch nicht unbedingt auf den Nachfolger des seit 1981 geltenden Standards IPv4 eingestellt.
Das neue Internetprotokoll bietet nach Ansicht von Tagungsleiter Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts und Vorsitzender des deutschen IPv6-Rats, "große Innovationschancen". Verbraucher könnten dank IPv6 leicht über viele eigene Netzanschluss- Adressen verfügen, eigene private Netzwerke betreiben und von außen auf Einrichtungen und Geräte im Haushalt zugreifen. Die neue Technologie werde viele Internet-Anwendungen einfacher und damit wirtschaftlicher machen, unterstrich Meinel. Experten versprechen sich von IPv6 vor allem mehr Sicherheit, höhere Leistung, bessere Fähigkeit zur Anpassung an neue Anforderungen und leichtere Erweiterbarkeit.
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