Atomlobby leistete Zahlungen an ehemalige Asse-Betreiber
- Im Atommülllager Asse lagern tonnenweise Gifte und Pestizide
- Abgeordnete: Atommülllager Asse als Endlager konzipiert
- Streit um Anteil der Energiekonzerne an Atommüll in der Asse
- Behörde: Alle deutschen Atomkraftwerke lieferten in die Asse
- Gabriel fordert Beteiligung der Atomindustrie an Asse-Sanierung
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Wolfenbüttel - Die ehemaligen Asse-Betreiber haben von der Atomlobby Zahlungen für die Öffentlichkeitsarbeit des Atommülllagers Asse erhalten. Es habe zwischen 1997 und 2002 eine finanzielle Beteiligung gegeben, bestätigte der Sprecher des Deutschen Atomforums, Maik Ressel, am Montag der Nachrichtenagentur ddp. Die Gelder seien für Besucherführungen durch das Bergwerk bezahlt worden.
Der "Spiegel" hatte am Wochenende berichtet, in dem genannten Zeitraum seien über das Atomforum fast 700 000 Euro an den damaligen Asse-Betreiber GSF geflossen. Diese Summe könne er "so nicht bestätigen", sagte Ressel. Er wisse auch nicht, wie es damals zu der Vereinbarung zwischen Atomforum und GSF gekommen sei.
Das Forschungszentrum GSF, später Helmholtz Zentrum München, betrieb im Auftrag des Bundes das Atommülllager Asse bis Ende 2008. Seit Beginn dieses Jahres führt dort das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Regie. Zwischen 1967 und 1978 wurden rund 126 000 Fässer mit Atommüll in das frühere Salzbergwerk gebracht. Das Grubengebäude ist vom Einstürzen und Volllaufen bedroht.
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