Ökostrom
Mit der Entscheidung, Ökostrom zu beziehen, kann jeder dazu beitragen, den Atomstromanteil an der Energieversorgung zu senken und den Treibhauseffekt zu reduzieren. Vergleiche zeigen, dass Ökostromtarife oftmals günstiger als die Standard- oder Grundversorgungstarife der lokalen Versorger sind. So kann man Geld sparen und trotzdem einen Beitrag leisten.
Die Förderung regenerativer Energiequellen wurde und wird von der nationalen und internationalen Politik maßgeblich unterstützt. So soll das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) vom 29. März 2000 dazu beitragen, den Ausbau von Energieversorgungsanlagen voranzutreiben, die aus regenerativen Quellen gespeist werden, um somit die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Dieser Umbau des Energiesystems wird von allen privaten Verbrauchern über den Strompreis mitfinanziert. Im Rahmen der "EEG-Umlage" wird pro verbrauchter Kilowattstunde eine Abgabe für die Betreiber von regenerativen Erzeugungsanlagen abgeführt. Im Jahr 2012 beläuft sich die EEG-Umlage auf 3,592 Cent pro Kilowattstunde. Der Anteil Erneuerbarer Energien am deutschen Strommix betrug im Jahr 2011 rund 20 Prozent.
Zeichen setzen durch Wechsel zu Ökostromtarifen
Bei einem bedeutenden Teil der Verbraucher wird die Entscheidung zum Anbieter- und Tarifwechsel heute maßgeblich von dem Wunsch bestimmt, im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes von einem herkömmlichen Produkt zu einem Ökostromangebot überzugehen. Ökostromprodukte setzen zu 100 Prozent auf regenerative Energien; der Strom stammt demzufolge vor allem aus Wasserkraftwerken und Windanlagen, zu geringeren Teilen aus Sonnenenergie, Geothermie und Biomasse.
Auf diese positive Entwicklung im Bewusstsein der Verbraucher haben die Stromproduzenten mit dem verstärkten Angebot an Ökostromtarifen reagiert. Da der im Rahmen des EEG geförderte Ökostrom nicht doppelt vermarktet werden darf, kaufen die Ökostromanbieter zumeist regenerativ erzeugten Strom aus dem Ausland ein. Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet, wird allerdings nicht direkt mit diesem Ökostrom beliefert, wie die Grafik unten verdeutlicht.
Es kommt darauf an, dass die gleiche Menge Ökostrom in den Stromsee eingespeist wird, die vom Kunden wieder entnommen wird. Der Verbraucherbeitrag liegt darin, durch den Ökostrom-Tarif Investitionen in neue regenerative Anlagen auszulösen, um den Stromsee langfristig von fossilen und atomaren Energien zu befreien und den Strommix zu verbessern.
Zu den bekanntesten Ökostromanbietern in Deutschland zählen Lichtblick, Greenpeace Energy, EW Schönau, Entega und die Strommixer. Mittlerweile haben jedoch fast alle größeren Stromanbieter Ökostromtarife in ihr Angebot mit aufgenommen. Welcher Ökostromanbieter am günstigsten ist und welche Zertifikate dieser hat, erfährt man am schnellsten mit dem Ökostrom-Preisvergleich.


