Ökogas - Klimaneutral heizen
Bei Ökostromprodukten sind sie schon lange gang und gäbe: Zertifikate oder Gütesiegel, die über die Qualität, Herkunft und Zusammensetzung des Stroms Auskunft geben. Ökostromzertifikate geben dem Verbraucher Aufschluss darüber, wo der Strom erzeugt wurde und wie sich dieser zusammensetzt, das heißt aus welchen Quellen und zu welchen Anteilen der Strom stammt. Die Zertifikate können gehandelt werden und sagen nichts über die Qualität des Stromprodukts aus. Gütesiegel hingegen weisen die Qualität des Produkts nach. Voraussetzung für die Vergabe des Gütesiegels ist, dass ein bestimmter Anteil der Einnahmen in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung fließt.
Zertifizierung von Ökogas-Produkten
Nun lassen sich auch vermehrt Anbieter von Ökogas ihre Produkte zertifizieren. Gemeinhin wird allerdings nicht von Zertifikaten oder Gütesiegeln gesprochen, sondern von Internationalen Standards.
Verglichen mit Heizöl ist Erdgas die klimafreundlichere Heizungsart, weil es sauberer verbrennt. Dennoch lässt sich nicht von der Hand weisen, dass bei der Erdgasnutzung eine beträchtliche Menge CO2 in die Atmosphäre entlassen wird. So liegt die jährliche Kohlendioxid-Emission eines Vier-Personen-Haushalts mit einem Verbrauch von 20.000 kWh jährlich bei 4,04 Tonnen.
Bei Ökogas-Tarifen wird die CO2-Neutralität des gelieferten Erdgases garantiert. Der CO2-Ausgleich kann auf zwei Wegen erfolgen. Zum einen kann der Gasversorger mit dem Aufpreis der Öko-Option Emissionszertifikate erwerben, die die entstandenen CO2-Emissionen ausgleichen sollen. Zum anderen kann er Klimaprojekte in Ländern, die nicht dem Kyoto-Protokoll beigetreten sind, finanziell unterstützen.
Bei manchen Ökogas-Tarifen wird das Erdgas ganz oder in Teilen durch Biogas ersetzt. Biogas entsteht aus der Vergärung regenerativer Materialen wie Abfall, Dünger oder Energiepflanzen.

