Energiesparen im Sommer

Verivox, dpa/tmn
Bild: Mann läuft auf freistehenden Kühlschrank zu ©Midkhat Izmaylov/fotolia.com

Kühlschrank bewusst nutzen

Für den Sommer gilt: den Kühlschrank bewusst nutzen! Jedes Mal, wenn man in den Kühlschrank langt, geht etwas Energie verloren. Je länger man zum Suchen braucht, desto mehr Energie wird verschwendet.

Ordnung im Kühlschrank spart also bares Geld - bis zu 5 Euro sogar im Jahr. Der ordentliche Kühlschrank spart neben dem Geld auch 17 kg CO2 im Jahr. Es versteht sich von selbst, dass man die Gerätetür nicht unnötig offen stehen lassen sollte. Wer für drei Wochen oder länger in den Urlaub fährt, sollte den Kühlschrank ganz abschalten. Das spart rund 2 Euro und 7 kg CO2. Ist die Dichtung beschädigt, lohnt sich - vor allem im Sommer - der rasche Austausch, damit die Kälte nicht rauszieht; wer das unterlässt, gibt 10 Euro im Jahr unnötig aus und belastet die Umwelt mit 34 kg CO2. Ebenfalls 10 Euro im Jahr an Energiekosten spart man, wenn der Kühlschrank regelmäßig abgetaut wird. Nicht zu vergessen die 34 kg CO2, die der Umwelt in diesem Falle erspart bleiben.

Kühlschrank und Gefriergerät nicht zu stark kühlen

Auch im Sommer gilt: 7 °C im Kühlschrank und -18 °C im Gefriergerät sind völlig ausreichend. Wer stärker kühlt, wirft bis zu 20 Euro im Jahr zum Fenster hinaus und belastet die Umwelt mit 67 kg überflüssigen CO2-Emissionen. Für die Gefriertruhe gilt zudem: Je kälter sie steht - beispielsweise im Keller -, desto weniger Strom verbraucht sie. Jedes Grad mehr Außentemperatur kostet 6 Prozent mehr Strom. Steht die Truhe in einem unbeheizten Raum, freut sich die Haushaltskasse über rund 15 Euro Zugewinn, der Natur bleiben über 50 kg CO2 erspart. Wenn möglich sollte man auch den Kühlschrank nicht direkt neben Herd oder Spülmaschine ausstellen, da er dann zum Kühlen mehr Energie benötigt.

Neue Kühlgeräte sollten effizient sein

Am meisten Geld spart übrigens, wer sich bei der Anschaffung eines neuen Kühlschranks ein Gerät der Energiesparklassen A+ oder A++ zulegt. Auf die Nutzungsdauer umgelegt zahlt man rund 450 Euro weniger. Das gilt natürlich nur, wenn kein zu großes Gerät angeschafft wird. Ein ständig halbvoller Kühlschrank kostet unnötig Geld und Energie.

Zwei kleine Kühlschränke verbrauchen etwa 20 Prozent mehr Strom als ein großes Gerät mit doppeltem Volumen. Wer beim Kühlschrank übrigens auf das Gefrierfach verzichtet, weil er schon eine separate Gefriertruhe besitzt, spart bis zu 30 Prozent Strom.

Kühlschränke wärmen die Wohnung

Nur augenscheinlich sinnvoll ist übrigens die Idee, den Kühlschrank als Klimaanlage einzusetzen. Wer mittels geöffneter Kühlschranktüre die Raumtemperatur senken möchte, nimmt nicht nur eine hohe Stromrechnung und Umweltbelastung in Kauf, warnt der WWF. Mit dieser Maßnahme wird sogar der gegenteilige Effekt erreicht. Ein Kühlschrank ist nämlich eine Wärmepumpe, die die Wärme von Innen nach Außen transportiert. Umso mehr dieses System - aufgrund einer geöffneten Türe - arbeiten muss, umso mehr Wärme gibt der Kühlschrank auf seiner Rückseite wieder ab. Und so wird der Kühlschrank zur Heizung. Sinnvoller und umweltfreundlicher: mit kaltem Wasser angefeuchtete Bettlaken vor das Fenster hängen.


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