Der Strommix in Deutschland
Strom wird in Deutschland auf ganz unterschiedliche Arten gewonnen. Wie der ideale Strommix auszusehen hat, ist politisch umstritten. Während Umweltverbände und Naturschützer auf die ausschließliche Nutzung von Erneuerbaren Energien drängen, befürwortet die Energiewirtschaft einen Strommix, der auch fossile Energieträger und Atomkraftwerke einschließt.
Erneuerbare oder auch regenerative Energieträger wie Wasserkraft, Solarenergie, Windkraft und Erdwärme haben den Vorteil der Nachhaltigkeit, denn die Umwelt stellt sie unbegrenzt zur Verfügung. Ihr größter Nachteil ist der relativ geringe Wirkungsgrad bei der Energiegewinnung. Es ist das Ziel der Bundesregierung, den Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 30 Prozent zu erhöhen.
Einen im Vergleich sehr hohen Wirkungsgrad haben fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas. Diese Ressourcen stehen jedoch nur begrenzt zur Verfügung und sind klimaschädlich. Die Klimabilanz der Atomenergie sieht besser aus, doch auch Uran ist ein endlicher Rohstoff. Zusätzlich kann der Betrieb von Atomkraftwerken zum Sicherheitsrisiko werden und die Endlagerung radioaktiver Abfälle ist nach wie vor nicht geklärt.
Der Strommix in Deutschland setzte sich im Jahr 2010 folgendermaßen zusammen (Quelle: AG Enerbilanzen e.V.):
| Energieträger | Anteil |
|---|---|
| Kohle | 42,4% |
| Atomenergie | 22,6% |
| Erneuerbare Energien | 16,5% |
| Erdgas | 13,6% |
| Sonstige (Öl etc.) | 4,9 % |

