Zu viele Elektroheizungen: Frankreich drohen Stromausfälle
Paris - Die eisigen Temperaturen überfordern Frankreichs Stromnetz. Da sehr viele Haushalte mit Elektroheizungen ausgestattet sind, gilt für Montag die höchste Alarmstufe. Eine Entwarnung ist zunächst nicht in Sicht.
In Südfrankreich könnte es aufgrund des kältebedingt hohen Energieverbrauchs am Montag zu Stromausfällen kommen. Der Netzbetreiber RTE gab am Morgen für die südfranzösischen Departements Var und Alpes-Maritimes die höchste Alarmstufe aus. Da besonders viele französische Haushalte Elektroheizungen haben, steigt der Stromverbrauch an kalten Tagen besonders stark an. RTE erwartet, dass am Abend mit mehr als 97.900 Megawatt ein neuer Rekord aufgestellt wird.
Der Chef des staatlichen Stromkonzerns EDF, Henri Proglio, räumte in einem Radiointerview ein, dass das Netz in Zeiten großer Nachfrage anfällig sei. Der Netzbetreiber RTE rät deshalb, keine elektrischen Haushaltsgeräte zu benutzen und Fernseher und Computer, die im Standby-Modus sind, ganz auszuschalten.
Frankreich als größter Atomstromproduzent in Europa muss in Spitzenzeiten, vor allem am Abend, Strom einführen. Am Samstag hatte EDF mehr als 3000 Megawatt in Nachbarländern wie Großbritannien und Spanien eingekauft.
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