Ukraine steht vor Bankrott: Gaspreise steigen um 50 Prozent
Kiew - Unter dem Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) hebt die bitterarme Ukraine die Gaspreise für die rund 46 Millionen Einwohner deutlich um 50 Prozent an. Die Preiserhöhung solle bereits ab dem 1. August gelten, wie die Nationale Kommission zur Festlegung der Energiepreise in Kiew am Mittwoch auf ihrer Internetseite mitteilte.
Der IWF hatte der vor dem finanziellen Bankrott stehenden Ex-Sowjetrepublik einen weiteren Kredit in Höhe von 11,9 Milliarden Euro zugesagt. Bedingung ist aber die Reform des Energiesektors sowie die Verringerung des Haushaltsdefizits auf unter fünf Prozent.
Schätzungen zufolge muss ein vierköpfiger Haushalt in der Ukraine künftig umgerechnet 135 Euro im Jahr für Gas zahlen statt bisher 90 Euro. Das jährliche Durchschnittseinkommen beträgt weniger als 2000 Euro. Opposition und Gewerkschaften kündigten Proteste gegen die Preissteigerung an.
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