Studie: erneuerbare Energien werden wirtschaftlicher
Berlin - Die erneuerbaren Energien in Deutschland nähern sich immer mehr der Wirtschaftlichkeitsgrenze, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Stromgestehungskosten, die bei der Umwandlung in Strom entstehen, sind besonders bei Photovoltaik-Anlagen deutlich gesunken. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.
Für Kleinanlagen auf Dächern liegen sie demnach nun zwischen 0,30 Euro und 0,34 Euro pro Kilowattstunde (kWh). Für Freiflächenanlagen bei Sonneneinstrahlung in Südeuropa sinken sie zum Teil sogar schon auf Werte von 0,16 Euro pro kWh.
Damit nähert sich die Photovoltaik Stück für Stück den Gestehungskosten aus Kernenergie oder Kohle an. 2010 lagen hier die Durchschnittswerte bei etwa 0,10 Euro pro kWh. Bei der Windenergie sieht es der Studie zufolge noch besser aus. Je nach Anlagetyp liegen die Stromgestehungskosten dort zwischen 5,4 und 14,5 Cent.
Die Bundesregierung betont, die üppige Förderung sei nur eine Anschubfinanzierung, langfristig müssten sich die Ökoenergien selbst tragen. "Die von uns errechneten Zahlen für Strom aus erneuerbaren Quellen belegen die rasche Entwicklung hin zur Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu Strom aus konventionellen Kraftwerken", sagte Fraunhofer-Institutsleiter Eicke Weber.
Das Fraunhofer ISE hat derzeit 1000 Mitarbeiter und ist Mitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, die sich als Mittler zwischen universitärer Grundlagenforschung und industrieller Praxis versteht.
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