Streit um tote Fledermäuse - Windkraftanlagen im Verdacht
dpa | 02.05.2005
Freiburg (dpa) - Tote Fledermäuse sorgen am Rosskopf bei Freiburg für Streit: 44 Tiere wurden im vergangenen Jahr leblos in der Umgebung von vier Windkraftanlagen der Regiowind GmbH gefunden. Verdacht: Sie wurden von den Mühlen erschlagen. Der Betreiber spricht jedoch von Manipulation durch Windkraftgegner. Weil Fledermäuse unter Artenschutz stehen, droht der Regiowind nun, die Anlagen nur noch eingeschränkt laufen zu lassen. Das Regierungspräsidium forderte den Betreiber am Montag auf, sich mit der Stadt Freiburg zu einigen.
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"Es ist doch merkwürdig, dass jahrelang keine einzige tote Maus gefunden wurde, und kurz vor dem Besuch des Gutachters auf einen Schlag 30 Tiere vor den Rädern liegen", sagte Regiowind-Chef Andreas Markowsky am Montag. Im Regierungspräsidium Freiburg heisst es dagegen: "Eine Manipulation stufen wir als sehr abwegig ein." Regiowind solle sich mit der Stadt Freiburg darauf einigen, zwei der vier Räder im Sommer und bei Nacht langsamer laufen zu lassen. Der Betreiber lässt die Anlagen jetzt mit Kameras überwachen.
Das Gutachten der Universität Erlangen-Nürnberg wurde im vergangenen Spätsommer erstellt, damit die Anlage überhaupt in Betrieb gehen durfte. Die Wissenschaftler bestätigten, dass bereits am ersten Tag "um die 25" tote Tiere gefunden wurden. Sie schliessen eine Manipulation nicht aus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz am südlichen Oberrhein spricht von "einer sehr erstaunlichen Todesursache". Er fordert nicht manipulierbare Untersuchungsbedingungen und eine genaue Analyse der toten Tiere.
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