Solar-Branche schlägt Vergütungskürzung um fünf Prozent vor
Berlin - Die Photovoltaik-Branche will der Bundesregierung anbieten, die Förderung der Einspeisung von Solarstrom um weitere fünf Prozent abzusenken. Der Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW), Carsten Körnig, sagte der "Berliner Zeitung" (Dienstagausgabe): "Es gibt aus Sicht der Branche moderate Spielräume für eine Senkung der Solarstromförderung über das gesetzlich festgelegte Maß hinaus." Bei anhaltendem, starkem Marktwachstum sehe die Mehrzahl der Solarunternehmen in den nächsten zwei Jahren "einen Spielraum für eine zusätzliche Vergütungsabsenkung in Höhe von rund fünf Prozent", sagte Körnig.
Der BSW will die für Anfang 2011 vorgesehene Absenkung um neun Prozent zur Hälfte schon zum 1. Juli 2010 wirksam werden lassen. Anfang 2011 würden dann die restlichen 4,5 Prozent Absenkung gültig. Darüber hinaus "könnte die Einspeisvergütung um maximal weitere fünf Prozentpunkte gesenkt werden", sagte Körnig. Die Höhe dieser zusätzlichen Senkung solle sich aber am Marktwachstum orientieren.
Dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) geht das Angebot des BSW allerdings nicht weit genug. "Die Förderung muss noch viel kräftiger sinken. Wir fordern eine zusätzliche Absenkung um 30 Prozent - so bald wie möglich", sagte VZBV-Energieexperte Holger Krawinkel der Zeitung. "Wir werden bei der Anhörung klar machen, dass das Angebot der Solarbranche völlig unzureichend ist."
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