Neue Vertriebsstruktur von RWE in Deutschland
Dortmund/Essen - Der Energiekonzern RWE startet an diesem Dienstag seine neue Vertriebsstruktur in Deutschland. Die bisher agierende Vertriebs-Zwischenholding RWE Energy entfällt nun. Laut eigener Mitteilung vom Montag gehen in einer neuen RWE Vertrieb AG die bisherigen Gesellschaften RWE Rhein-Ruhr und RWE Westfalen-Weser-Ems auf. Das Netzgeschäft der beiden Gesellschaften wird von der neuen RWE Rheinland Westfalen Netz (Essen) übernommen.
Die neue Vertrieb AG mit Sitz in Dortmund hat 3,5 Millionen Strom- und 500 000 Gaskunden. Das Unternehmen mit 2200 Beschäftigten erwartet einen Jahresumsatz von 13 Milliarden Euro. Vorstandschef ist Knut Zschiedrich, der in Doppelfunktion künftig auch für die RWE-Regionalunternehmen Süwag (Frankfurt/Main), enviaM (Chemnitz), Lechwerke (Augsburg) und VSE (Saarbrücken) zuständig ist. Diese sind nach Wegfall der Energy AG künftig direkt an die RWE AG angebunden. "Die neue Struktur wird umgesetzt, ohne dass ein Mitarbeiter um seine Stelle fürchten muss", sagte RWE-Sprecher Jan-Peter Schwarz in Essen.
RWE hat laut Zschiedrich seit Beginn der Strommarkt-Liberalisierung bis zum Frühjahr 2008 rund 450 000 Kunden verloren. Seitdem seien per Saldo insgesamt 160 000 neue Kunden hinzugewonnen worden, im Wesentlichen durch die Strom-Discounttochter eprimo. Diese ist künftig ebenfalls bei der Vertrieb AG angesiedelt. "Die Trendwende ist geschafft", sagte Zschiedrich in Dortmund. "Wir wollen ein Energiedienstleister sein, der um jeden Kunden kämpft."
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