Milliarden-Einsparungen durch mehr Energieeffizienz möglich
- Bundesrat: EU-Energieeffizienz-Vorschläge sind nachzubessern
- Zweiter Nationaler Energieeffizienz-Aktionsplan beschlossen
- EU-Emissionshandel: ab 2013 Energieeffizienz ausschlaggebend
- IFA-Trends 2011: Energieeffizienz und Smart-Grids
- Neues Energieeffizienz-Label auch für Fernseher
- EU-Kommission denkt über Energieeffizienz-Zertifikate nach
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Frankfurt/Main - Die deutschen Verbraucher könnten durch die Umsetzung der Energiesparpläne der EU um Milliarden entlastet werden. Dies hat das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) im Auftrag der Grünen berechnet. Demnach würden mit den EU-Plänen bis 2020 in Deutschland Einsparungen erzielt, die "dem Endenergieverbrauch von zehn Großstädten wie Köln" entsprechen, berichtet die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Montagausgabe.
Selbst bei einer vorsichtigen Schätzung der Brennstoffpreise sänken damit die Kosten für die Energieversorgung, insbesondere für den Energieimport, erheblich.
Rösler gegen Effizienz-Richtlinie
Am Donnerstag verhandeln die EU-Minister über eine neue Richtlinie zur Energieeffizienz, die bis 2013 in die Tat umgesetzt werden soll. Ein zentraler Bestandteil: Energieanbieter wie Stadtwerke sollen ihre Energieeffizienz pro Kunde und Jahr um 1,5 Prozent steigern. Doch das will Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verhindern. Sein Ministerium sieht in dem Vorhaben laut einer Stellungnahme eine "planwirtschaftliche Maßnahme" und möchte die Vorschrift komplett streichen - es sei unklar, ob sie im Vergleich zu anderen Instrumenten effizient sei.
Die Steigerung der Energieeffizienz ist entscheidend, um die Klimaschutzziele Europas zu erreichen. 2007 hatte die EU - unter deutscher Ratspräsidentschaft und auf Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel - abgemacht, bis 2020 rund 20 Prozent weniger Energie zu verbrauchen.
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