Bulgarien hat AKW Belene noch nicht abgeschrieben
Sofia - Bulgarien hat den Worten seines Wirtschaftsministers zufolge keinesfalls auf den Bau eines Kernkraftwerks bei Belene an der Donau verzichtet. "Bulgarien hat nie erklärt, es wolle das Projekt für das AKW Belene kündigen", sagte Trajtscho Trajkow am Freitag in Sofia. Die neue Regierung werde die Vereinbarungen über Belene und künftige Möglichkeiten analysieren, sagte der Minister, der auch für die Energiewirtschaft zuständig ist. Zuvor hatte die "Financial Times Deutschland" (Freitag) berichtet, das umstrittene Kernkraftprojekt unter Beteiligung des Essener Energiekonzerns RWE stehe vor dem Aus.
Die neue bürgerliche Regierung in Sofia hatte angekündigt, sie wolle alle Energieprojekte mit Russland - auch Belene - überprüfen. Das Kraftwerk im Wert von mehr als vier Milliarden Euro soll von der russischen Atomstroiexport bis 2014 gebaut werden. Es ist vor allem wegen angeblicher Erdbebengefahr in der Region umstritten.
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