Audi will Energie für Gas- und Elektroautos selbst erzeugen

dapd, dpa | 13.05.2011
Bild: Mehrere Windräder ©Franz Metelec/fotolia.com

Hamburg - Audi hat vor, mit einem mittleren Millionenbetrag in das Geschäft mit Offshore-Windenergie einzusteigen. Nach eigenen Angaben beteiligt sich die VW-Tochter aus Ingolstadt an 4 Windrädern in der Nordsee. Der dort erzeugte Strom soll dazu verwendet werden, Audi-Elektrofahrzeuge anzutreiben. Damit will Audi die Behauptung widerlegen, dass Stromfahrzeuge zumeist mit Strom aus Kohle- oder Kernkraftwerken betankt würden.


Audi kündigte außerdem den Einstieg in die Produktion gasangetriebener Fahrzeuge an. Das Gas soll ebenfalls aus dem Windstrom hergestellt werden: Mit dem Strom kann eine Anlage zur Wasserstoffproduktion betrieben werden, der Wasserstoff kann dann in Methan umgewandelt werden, das die Gasfahrzeuge antreibt.

Die Windräder will Audi nach Angaben eines Sprechers mit einem Partner betreiben, dessen Name noch nicht genannt wurde. Die Windräder sollen 2013 fertig sein, rechtzeitig zur Markteinführung der Elektro- und Gasautos von Audi. Das erste Elektrofahrzeug, ein Sportwagen auf Basis des R8, soll ab Ende 2012 in einer Kleinserie ausgeliefert werden.

Auch VW will ins Offshore-Geschäft einsteigen

Auch die Konzernmutter Volkswagen plant den Einstieg in Windparks auf hoher See, wie die "Financial Times Deutschland" berichtete. Eine Sprecherin des Wolfsburger Autobauers bestätigte am Freitag das Interesse des Konzerns an Offshore-Windparks. Alle Formen der nachhaltigen Energiegewinnung seien interessant, etwa Solaranlagen auf Werksdächern, Windkraftanlagen oder Wasserkraftwerke.

Ein Sprecher des Windparkbetreibers Bard sagte: "Wir führen auch Gespräche mit deutschen Autoherstellern." Windenergie gilt als einer der größten Hoffnungsträger für eine Energiewende in Deutschland. Vor allem Offshore-Windparks sollen künftig einen großen Teil zur Energiegewinnung beitragen.

Die deutschen Autohersteller mussten sich lange dafür kritisieren lassen, die Energiewende und den Trend zu neuen Antrieben verschlafen zu haben. Sie verdienen ihr Geld noch immer vor allem mit PS-starken Autos.

Auch die Audi-Konkurrenten BWM und Daimler hatten bereits angekündigt, den Umbau für die "grüne Zukunft" voranzutreiben. BMW setzt seit längerem auf Projekte rund um nachhaltige Energieversorgung und prüft etwa im US-Werk in Spartanburg und in Leipzig Möglichkeiten, Windenergie zur Stromerzeugung zu nutzen. Bereits jetzt kommt in Spartanburg mehr als die Hälfte der benötigten Energie aus der Verbrennung von Methangas einer nahegelegenen Deponie.

Für die Autobauer könnten mit der Energiewende auch völlig neue Geschäftsfelder entstehen. So arbeitet Volkswagen bereits mit dem Ökostrom-Anbieter Lichtblick zusammen - VW-Motoren treiben Minikraftwerke an, die zu Hause umweltfreundliche Energie produzieren.

Ohne staatliche Anreize könnten statt einer Million Elektroautos bis 2020 nur rund 450.000 E-Autos auf deutschen Straßen rollen. Zu diesem Ergebnis kommt die Nationale Plattform Elektromobilität in einem Entwurf für ihren zweiten Bericht, der am Montag Kanzlerin Merkel übergeben werden soll. Der Berichtsentwurf liegt der dpa vor. Um die Lücke zu schließen, werden Sonderabschreibungen, zinsgünstige Darlehen, Steuervorteile, eine Bevorzugung beim Parken und eine umfassende Förderung zum Kauf von elektrisch betriebenen Dienstfahrzeugen gefordert.
 



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