Aigner setzt auf Biomasse als Energiequelle
- Mieterbund fordert stärkere Förderung von erneuerbaren Energien
- Energiebranche will langfristige Hilfen für erneuerbare Energien
- Erneuerbare Energien: Tragende Säule der deutschen Wirtschaft
- Jährliche Ausgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien verdoppeln sich bis 2020
- Nur noch Einsatz von nachhaltig produzierter Biomasse
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Bollewick - Beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland setzt Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) besonders auf Biomasse. Bis 2020 solle der Anbau von Energiepflanzen mehr als verdoppelt werden. Dies sagte Aigner am Dienstag im künftigen Bioenergiedorf Bollewick in Mecklenburg-Vorpommern. "In Deutschland ist das Ausbaupotenzial groß. Der Anbau von Energiepflanzen könnte hierzulande von derzeit 1,7 Millionen Hektar auf bis zu 4 Millionen Hektar ausgedehnt werden".
Die Mecklenburgische Seenplatte ist eine von 25 Bioenergie- Regionen bundesweit, die mit bis zu 400 000 Euro vom Bund gefördert wird. Biogas, Biotreibstoffe, Holz sowie Rest- und Abfallstoffe sollen - auch in Kombination - zur Energiegewinnung genutzt werden. Das Ziel im Bioenergiedorf ist die vollständige Selbstversorgung mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Ein solches Dorf produziert mindestens so viel Strom und Wärme aus Biomasse, wie es selbst verbraucht.
Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus sind im Land 250 Biogasanlagen und 16 Biomasse- Heizkraftwerke am Netz. Damit könnten jährlich 240 000 Tonnen Gas und Öl gespart und der Ausstoß von 650 000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden werden, sagte er.
Der SPD-Politiker kritisierte den Kompromiss von Bund und Ländern im Streit über die Kürzung der staatlichen Solar-Förderung. Es bleibt bei der beschlossenen Senkung von 11 bis 16 Prozent, die jedoch in vollem Umfang erst drei Monate später kommt. "Das ist ein ganz großer Fehler, der Arbeitsplätze in der Region gefährdet", sagte Backhaus.
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