Flutschäden kosten Versicherer bis zu 5,7 Milliarden Euro

17.08.2021 | 08:16

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa

Die Hochwasserkatastrophe im Juli in Deutschland dürfte die Versicherer im schlimmsten Fall 5,7 Milliarden Euro kosten, schätzt die Finanzaufsichtsbehörde Bafin.

Diese Zahl gehe aus den Einschätzungen der Erstversicherer in einer Befragung durch die Behörde hervor, sagte Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund in einem Interview des hausinternen Magazins «Bafinjournal». Davon seien etwa 4 Milliarden Euro rückversichert. Die von der Bafin befragten 28 Rückversicherer rechneten mit einer Nettobelastung von rund einer Milliarde Euro.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hatte Ende Juli eine versicherte Schadenssumme von 4,5 Milliarden bis 5,5 Milliarden Euro genannt. Fast zwei Drittel der Schäden entstanden demnach in Rheinland-Pfalz, fast ein Drittel in Nordrhein-Westfalen und die restlichen fünf bis zehn Prozent in Bayern und Sachsen.