Versicherungen für Studenten: Vieles ist über die Eltern gedeckt

Mit dem Studium beginnt für junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt, der viele Fragen aufwirft. Wo soll ich wohnen? Wie finanziere ich meinen Lebensunterhalt? Und wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus? Welche Versicherungen Studenten wirklich brauchen und welche Policen darüber hinaus sinnvoll sein können, erfahren Sie hier.

Tipp: Studenten sollten zusammen mit den Eltern die Versicherungsverträge auf den Prüfstand stellen und bei Bedarf an die neue Lebenssituation anpassen.

Übersicht der wichtigsten Versicherungen

Versicherung Gesetzlich vorgeschrieben? Über Eltern kostenlos mitversichert
Krankenversicherung Ja

Ja – Gesetzliche Krankenversicherung
Nein – Private Kranken-versicherung

Kfz-Haftpflichtversicherung Ja Ja – teilweise möglich
Privathaftpflichtversicherung Nein Ja
Hausratversicherung Nein Ja – kein eigener Hausstand
Nein – eigener Hausstand
Berufsunfähigkeitsversicherung Nein Nein
Auslandsreise-Krankenversicherung

Nein

Nein

Die Krankenversicherung für Studenten

Ohne diese Police geht es nicht: Wer sich an der Uni einschreibt, muss nachweisen, dass er krankenversichert ist. Dabei ergeben sich einige Besonderheiten für die Krankenversicherung für Studenten – abhängig vom Versicherungsschutz der Eltern (im Folgenden vereinfacht dargestellt).

Fall 1: Eltern sind gesetzlich krankenversichert (GKV)
Studenten sind bis zum 25. Lebensjahr beitragsfrei in der Familienversicherung mitversichert– ganz gleich, ob sie noch zu Hause wohnen oder nicht. Das monatliche Einkommen darf allerdings nicht mehr als 450 Euro betragen, sonst müssen sich Studenten selbst versichern.

Ab dem 26. Lebensjahr müssen sich Studenten eine eigene Krankenversicherung suchen. Die erste Wahl ist meist die kostengünstige studentische Pflichtversicherung. Diese können Studierende bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters oder spätestens bis zum 30. Geburtstag in Anspruch nehmen.

GKV vergleichen

Fall 2: Eltern sind privat krankenversichert (PKV)
Sind die Eltern oder das Elternteil mit dem höheren Einkommen in der PKV, haben Studenten die Wahl: Entweder sie versichern sich weiterhin privat oder in der studentischen Krankenversicherung – ein spezieller Tarif innerhalb der GKV –, wenn sie zuvor durchgehend 12 Monate gesetzlich versichert waren.

Ist ein Elternteil Beamter oder Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, ist dieses beihilfeberechtigt – der Staat trägt einen großen Teil der Kosten für private Krankenversicherung. Studenten sind über dieses Elternteil günstig in der PKV mitversichert.

Anders als in der GKV müssen Studenten die Ausgaben für ärztliche Behandlungen jedoch vorschießen. Daraufhin erstattet die Krankenkasse die Kosten. Das sollten Studenten, die bereits Mitte des Monats knapp bei Kasse sind, im Vorfeld bedenken.
 
Wichtig: Haben sich Studenten für die PKV entschieden, können sie während ihrer Ausbildung nicht in die GKV wechseln.

PKV vergleichen

Privathaftpflichtversicherung für Studenten

Die private Haftpflichtversicherung ist auch für Studenten wichtig. Sie ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, ein Verzicht kann aber richtig ins Geld gehen: Wenn in Folge eines selbstverursachten Schadens an Dritten eine lebenslange Zahlungsverpflichtung – wie zum Beispiel eine Rente – entsteht, kann das hunderttausende Euros kosten. Bis zum Ende der ersten Ausbildung sind Studenten allerdings über die Haftpflichtversicherung der Eltern geschützt – maximal jedoch zum bis 25. Lebensjahr.

Wichtig: Folgt das Studium auf eine vorherige Berufstätigkeit, müssen Studenten eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen.

Privathaftpflicht für Studenten vergleichen

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Statistisch gesehen wird jeder vierte Deutsche im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig – am häufigsten wegen psychischer Erkrankungen. Wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, erhält mit diesem Schutz eine finanzielle Absicherung gegen den Ausfall seiner (zukünftigen) Arbeitskraft.

Je früher Studenten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, desto besser. Denn mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten, die den Abschluss erschweren können. Außerdem sind die Beiträge zu Beginn geringer.

Berufsunfähigkeits-Policen vergleichen

Hausratversicherung für Studenten

Studenten, die nur in einer WG oder in einem Studentenwohnheim wohnen, sind meist über die Außenversicherung der elterlichen Hausratversicherung geschützt – allerdings oft nur bis zu 10 Prozent der vereinbarten Versicherungssumme. Haben die Eltern ihren Hausrat für 100.000 Euro versichert, kommt die Versicherung für das Hab und Gut des Studenten bis maximal 10.000 Euro auf.

Studenten, die jedoch einen eigenen Hausstand gegründet haben, brauchen auch eine eigene Hausratversicherung. Das lohnt sich aber nur dann, wenn sich teure Technik wie Fernseher und Computer oder hochwertige Möbel im Haushalt befinden. Sind Studenten aber nur spartanisch eingerichtet, dann lohnt sich die Hausratversicherung nur selten.

Wichtig: Studenten sollten sich die Frage stellen: Könnte ich mir ohne weiteres nach einem Totalverlust neue Möbel und elektronische Geräte kaufen, ohne in eine finanzielle Schieflage zu geraten? Wenn das nicht der Fall ist, ist eine Hausrat-Police ratsam.

Hausratversicherungen für Studenten vergleichen

Kfz-Versicherung für Studenten

Wenn Studenten ein Auto besitzen, müssen sie dieses mit einer Kfz-Haftpflicht versichern. Gerade Fahranfänger zahlen häufig einen hohen Beitrag dafür – vor allem, wenn noch eine Kaskoversicherung hinzukommt. Sparen können Studenten aber beispielsweise mit der Zweitwagenregelung oder der Eltern-Kind-Regelung. Wie genau das funktioniert, verrät der Ratgeber Fahranfänger: 7 Tipps für eine günstige Autoversicherung.

Zum Kfz-Versicherungsvergleich

Auslandsreise-Krankenversicherung für Studenten

Für Studenten, die einen Auslandsaufenthalt planen, kann eine Auslandsreise-Krankenversicherung sinnvoll kann. Zwar zahlt die gesetzliche Krankenkasse auch im europäischen Ausland, allerdings nur die in diesem Land üblichen Leistungen – und diese können geringer ausfallen als in Deutschland. Wer eine bessere Behandlung möchte, muss diese aus eigener Tasche zahlen.

Studenten mit privater Krankenversicherung schonen durch den zusätzlichen Schutz ihren Selbstbehalt und gefährden ihre Beitragsrückerstattung nicht. Wenn sie nämlich innerhalb eines bestimmten Zeitraums keine Leistungen der PKV in Anspruch nehmen, bekommen sie mehrere Monatsbeiträge erstattet.

Sollte es zu einem ernsten Krankheitsfall kommen, zahlt die Auslandsreise-Krankenversicherung auch die Kosten für einen Rücktransport. Dabei sollte diese nicht nur die „medizinisch notwendigen Rücktransport“ übernehmen, sondern auch den „medizinisch sinnvollen“.

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