Verbraucher-Atlas: Wohnungseinbrüche

Wohnungseinbrüche in Deutschland

Welche Städte in Deutschland gelten als Einbruchshochburgen? Und wo ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche am geringsten? Das erfahren Sie im Verivox Verbraucheratlas.

Wo gab es die meisten Wohnungseinbrüche?

Einbruchshochburgen im Norden und im Ruhrgebiet

Bremen, Aachen, Dortmund, Hamburg, Bremerhaven, Mülheim an der Ruhr und Recklinghausen sind die Hochburgen bei Wohnungseinbrüchen. Das zeigen die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017. Über 300 Wohnungseinbrüche gab es dort auf 100.000 Einwohner. In Jena, Augsburg und Erlangen – den Großstädten mit den niedrigsten Werten – gab es weniger als 40 Einbrüche auf 100.000 Einwohner. Noch ruhiger können die Bewohner in den bayerischen Landkreisen Cham, Freyung-Grafenau, Main-Spessart, Regen, Rhön-Grabfeld und Tirschenreuth leben. Dort gab es weniger als 20 Einbrüche auf 100.000 Einwohner.

Diebstahlhochburgen: Hausratversicherungen teurer

Wer in Diebstahlhochburgen lebt, muss für seine Hausratversicherung tendenziell etwas tiefer in die Tasche greifen. In den fünf Einbruchshochburgen kostet der Vertrag 60 Prozent mehr als in den sichersten Großstädten. Da die Verträge insgesamt sehr günstig sind, ergeben sich nur moderate Unterschiede von 30 Euro pro Jahr. Ausgewertet wurden dafür die drei günstigsten Angebote für eine 120-Quadratmeter-Wohnung.

Die Top 5 der Einbruchshochburgen

Die Top 5 der sichersten Großstädte

Grobe Fahrlässigkeit einschließen

Sind Einbrecher zum Beispiel durch ein gekipptes Fenster in die Wohnung eingestiegen, dann haben die Bewohner grob fahrlässig gehandelt. Gleiches kann bei einer nicht abgeschlossenen Haus- oder Wohnungstür gelten. Bei vielen alten Verträgen – ohne Schutz bei grober Fahrlässigkeit – muss der Versicherer den Schaden dann nicht komplett bezahlen.

Neben einer guten Versicherung helfen zusätzliche Sicherungen im Haus – wie abschließbare Fenstergriffe, Rollläden, ein zweites Türschloss oder eine Alarmanlage. Die Investitionen zahlen sich aus: Bei 45 Prozent aller Wohnungseinbrüche blieb es laut Polizeilicher Kriminalstatistik beim Versuch. Insgesamt sank die Zahl der Einbrüche und Versuche von 151.000 im Jahr 2016 auf 117.000 im vergangenen Jahr.

Daten zu Einbrüchen hat auch das Kriminologische Institut Niedersachsen erhoben. Danach ist der Dezember Spitzenreiter bei den Einbrüchen, gefolgt von November und Oktober. Übrigens kommen Einbrecher nur selten nachts nach 22 Uhr. Über 40 Prozent der Taten passieren zwischen 16 und 22 Uhr, fast genauso viele zwischen 10 und 16 Uhr.

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