Verbraucher-Atlas: Autos in Deutschland

Autos in Deutschland

Wer hat die meisten Punkte in Flensburg? Wo sind Deutschlands Vielfahrer zu Hause? Wer zahlt am meisten? Und wie schneidet Ihre Heimatregion ab? Das und mehr erfahren Sie im Verivox Verbraucher-Atlas.

Wo fahren die Punktesünder?

Punktesünder in Deutschland

Im Bundesländervergleich leben in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die meisten Punktesünder. Dagegen sammeln die Hessen am wenigsten Punkte. Analysiert wurde alle Kfz-Versicherungsabschlüsse bei Verivox in den vergangenen 12 Monaten. Für alle Bundesländer wurde die Abweichung vom Bundesdurchschnitt (= 100) ermittelt.

Dass die Autofahrer im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern weitere Strecken fahren, kann nicht als alleinige Erklärung für ihr Punktekonto (13 Prozent über dem Bundesdurchschnitt) herhalten. Auch die Schleswig-Holsteiner fahren laut einer Verivox-Auswertung überdurchschnittlich weite Strecken, aber sie liegen bei der Auswertung der Punkte in Flensburg 13 Prozent unter dem Durchschnitt. Alle Stadtstaaten, wo weniger Kilometer gefahren werden, weisen ein unterdurchschnittliches Punktekonto auf.

Mehr als die Hälfte aller Einträge im Fahreignungsregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg beruhen auf Geschwindigkeitsübertretungen. Zweithäufigste Ursache ist das Fahren unter Alkohol.

Wo fahren die Autos mit den meisten PS?

PS-Zahlen: Der Süden hat am meisten Power unter der Motorhaube

Autos in Deutschland haben im Durchschnitt 122 PS. Das zeigt eine Auswertung der Vertragsabschlüsse für Kfz-Versicherungen über Verivox. Untersucht wurden mehrheitlich privat genutzte PKW. Mit durchschnittlich 129 PS strotzen PKW in Bayern am meisten vor Kraft, dicht gefolgt von Baden-Württemberg (126 PS) und Hessen (125 PS). Wo BMW, Audi, Mercedes oder Porsche gebaut werden, da wird offenbar auch eine höhere Motorleistung geschätzt. Die Autos mit der niedrigsten PS-Zahl fahren laut Verivox Verbraucher-Atlas in Bremen. Hier sind es im Schnitt nur 117 Pferdestärken.

Wo fahren die neuesten Autos?

In Bremen fahren die ältesten Autos, in Thüringen die neuesten

In Thüringen ist ein Auto laut Verbraucher-Atlas durchschnittlich 9,4 Jahre alt – somit sind im dort die neuesten PKW in Deutschland unterwegs. Das Durchschnittsalter eines Autos liegt bundesweit bei 10 Jahren. Sieben Bundesländer knacken die Zehn-Jahres-Marke: Die Autos der Bremer sind mit durchschnittlich 10,5 Jahren die ältesten PKW in Deutschland.

Kfz-Versicherungspreise: Wer zahlt am meisten?

Teuerste Regionen zahlen das Doppelte

50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen die Kfz-Versicherungspreise der Münchner. Auf den Plätzen folgen der Landkreis Starnberg, Nürnberg, der Landkreis München und Rosenheim – alle mit etwa 40 Prozent über dem Durchschnitt. Unter den 20 teuersten Städten und Landkreisen liegen 15 in Bayern.

Besonders wenig zahlen die Autofahrer im Kyffhäuserkreis, Landkreis Mansfeld-Südharz und Salzlandkreis – rund 30 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. Das ist etwa die Hälfte der Preise in den teuersten Regionen.

Ein wichtiger Grund für die hohen Preise liegen in der Regionaleinstufung. In Städten und Kreisen mit vielen Unfällen verlangen die Kfz-Versicherer Prämienzuschläge; bei wenigen Unfällen geben sie einen Rabatt. In Ober- und Niederbayern und der Oberpfalz ballen sich Kreise, die in teure Regionalklassen in der Haftpflicht, Teil- und Vollkasko eingestuft sind. Außerdem fahren die Bayern und Baden-Württemberger Autos mit mehr PS, die tendenziell auch in teure Typklassen eingestuft sind.

Wo fahren die teuersten Autos?

Bayern fahren die teuersten Autos in Deutschland

Bayerische Autofahrer zahlen am meisten Geld beim Autokauf. Ihre Autos kosteten bei der Anschaffung im Schnitt fast 28.050 Euro. Im Bundesdurchschnitt kosteten Autos in Deutschland rund 26.780 Euro. Die Autofahrer in Sachsen-Anhalt gaben dabei vergleichsweise am wenigsten Geld aus – im Schnitt rund 25.770 Euro. Ausgewertet wurde dabei der Listenneupreis bei Anschaffung – unabhängig vom Alter der Autos.

Wo werden die weitesten Strecken gefahren?

In diesen Landkreisen sind die Vielfahrer zu Hause

Die weitesten Strecken legen die Autofahrer aus dem Landkreis Tirschenreuth in Ostbayern mit einem Durchschnitt von 14.747 Kilometern zurück. Auf den weiteren Plätzen folgen der Heidekreis in Niedersachsen, der Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt), die Kreise St. Wendel im Saarland, Landsberg am Lech in Bayern, Coesfeld in Nordrhein-Westfalen und Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Sie alle knacken die 14.000-Kilometer-Marke. Die Landkreise mit den meisten Kilometern haben entweder eine große Flächenausdehnung oder eine eher geringe Bevölkerungsdichte.

Im Südwesten ist die Jahresfahrleistung niedriger: Hier gibt es auch in der Fläche viele Industriebetreibe. Das sorgt für kürzere Arbeitswege und senkt damit die durchschnittliche Fahrleistung im Jahr. Auch die Städte mit den niedrigsten Fahrstrecken sind von Industrie geprägt: Nur die Autofahrer aus Ingolstadt und Ludwigshafen fahren im Schnitt weniger als 10.000 Kilometer im Jahr.

Viele Kilometer steigern Benzinkosten und Beiträge zur Kfz-Versicherung

„Wer mit seinem Auto mehr Kilometer macht als andere Autofahrer, muss nicht nur öfter tanken und so mehr Geld für Benzin ausgeben. Auch der Beitrag zur Kfz-Versicherung erhöht sich dadurch“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

Wer auf sein Auto angewiesen ist, kann aber nur schwer bei den Kilometern sparen. Ein Glück für Autofahrer in Deutschland: Bei Auto-Versicherungen weist der Markt Preisunterschiede von bis zu 60 Prozent bei vergleichbarer Leistung auf. Zwischen günstigen und durchschnittlich teuren Versicherungen liegen oft rund 200 Euro. Mit einem Online-Versicherungsvergleich finden Sie am schnellsten und einfachsten eine günstige Kfz-Versicherungen mit Top-Konditionen.

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3 Tipps – So finden Sie die richtige Kfz-Versicherung

„Intensiven Wettbewerb um die Kunden gibt es aber nicht nur beim Preis, sondern auch bei den Leistungen“, weiß Schütz. Autofahrer sollten daher folgende drei Tipps bei der Wahl ihres Kfz-Versicherers beachten:

1. Versicherungssumme 100 Millionen Euro: Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung ist viel niedriger und unzureichend bei besonders teuren Schadensfällen.

2. Grobe Fahrlässigkeit mitversichern: In der Kasko-Versicherung sollten Schäden, die vom Fahrer grob fahrlässig verursacht werden, abgedeckt sein – zum Beispiel ein Auffahrunfall mit dem Handy in der Hand. Dieser Zusatzschutz setzt sich immer mehr als Standard durch.

3. Neuwagen in den ersten 12 Monaten zum Neupreis versichern. Die Neuwertentschädigung für die ersten 12 bis 18 Monate ist nicht nur erweiterter Schutz, sondern auch ein generelles Merkmal für leistungsstarke Versicherungstarife. Zusätzlich empfiehlt sich eine erweitere Absicherung gegen Wildunfälle.

Wie kann ich bei der Kfz-Versicherung sparen?

Mehr Informationen zur Wahl des richtigen Kfz-Versicherungstarifs und viele Tipps, wie Sie bei der Versicherungsprämie oder beim Tanken sparen können, finden Sie in unseren Ratgebern.

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Der Verbraucher-Atlas zeigt regionale Unterschiede zu vielen wichtigen Verbraucherthemen aus den Bereichen Energie, Telekommunikation, Finanzen, Versicherung oder Mobilität. Auf übersichtlichen Deutschlandkarten erfahren Sie auf einen Blick, wie Ihre Region abschneidet und erhalten wertvolle Tipps zu Tarifen und Verträgen rund um Ihren Haushalt.

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Methodik der Auswertung

Die Auswertung berücksichtigt alle über Verivox getätigten Vertragsabschlüsse im Bereich Kfz-Versicherungen für privat genutzte PKW in einem Zeitraum von zwölf Monaten. Der Verbraucher-Atlas stellt anhand anonymisierter Daten jeweils die Durchschnittswerte für PS-Stärken, Listenpreise bei Neukauf und das Fahrzeugalter bei Versicherungsantritt je Bundesland sowie die jährliche Fahrleistung je Landkreis dar. Zur Tarifberechnung sind Angaben über die Vorschäden in der Haftpflichtversicherung in den vergangenen 3 Jahren notwendig.Stand der Auswertung der Fahrleistung: 6/2018. Stand der übrigen Auswertungen: 10/2018.