Urlaub mit Vierbeinern ist immer eine kleine Herausforderung. Der erste Schritt bei einer Reise mit Hund besteht in der Auswahl des Reiseziels. Im Sommer mit der Fellnase nach Tunesien oder in die Türkei zu reisen, wäre für einen Hund aus unseren Breitengraden eher eine Tortur. Das Klima, und damit die Reisezeit, sind die ersten Auswahlkriterien für die Auswahl des Urlaubsziels. Wer mit dem Hund nach Südeuropa fährt, sollte ihn in den ersten Tagen während der größten Mittagshitze im Haus lassen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Reisen mit Hund per Auto
  3. Mit der Bahn
  4. Im Flugzeug
  5. Beruhigungsmittel
  6. Vertrautes mitnehmen
  7. Hund im Hotel
  8. Unternehmungen langsam steigern
  9. Verwandte Themen
  10. Weiterführende Links
  11. Die Tierhalterhaftpflicht schuetzt Sie und Ihre Vierbeiner!

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor einem Auslandsaufenthalt unbedingt die Impf- und Einreisebestimmungen des Ziellandes erfragen.
  • Prüfen, ob die Hundehaftpflicht auch im Ausland gilt, und wenn ja, wie lange.
  • Bei Aufenthalten im Hotel oder einer Ferienwohnung auf Einschluss von Mietsachschäden in der Hundehaftpflicht achten.
  • Bei Ankunft am Zielort das Tier langsam an die neue Umgebung gewöhnen und nicht überfordern.

Reisen mit Hund per Auto

Am einfachsten ist es natürlich, wenn der Urlaub mit dem Hund im Auto oder im Wohnmobil erfolgen kann. Das Tier ist die Umgebung des eigenen Autos gewohnt, an ein Wohnmobil gewöhnt es sich ebenfalls schnell. Die Halter können beliebig Pausen machen, um ihrem Hund den notwendigen Auslauf während der Fahrt zu geben.

In der Bahn mit dem Hund reisen

Etwas anders verhält es sich mit der Bundesbahn. Zunächst einmal kostet das Ticket für den Hund so viel wie das eines kleinen Kindes ohne Begleitung. Ist der Hund nicht in einer Transportbox untergebracht, muss er angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Eine lange Strecke, beispielsweise von München an die Ostsee, bringt dem Hund jedoch wenig Freude.

Reisen mit Hund: Problemfall Flugzeug

Fliegen gewinnt, auch dank der Billigfluglinien, immer mehr an Bedeutung. Theoretisch spricht nichts dagegen, das Tier mit in das Flugzeug zu nehmen. Handelt es sich um eine kleine Rasse und die Hundebox gilt als Bordgepäck, darf es bei einigen Airlines im Passagierraum befördert werden. In allen anderen Fällen muss er in einem entsprechenden Käfig im Transportraum transportiert werden. Die großen Fluggesellschaften wie Lufthansa bieten einen entsprechenden Tierservice. Mit Ryanair dürfte es etwas schwieriger werden.

Beruhigungsmittel für den Hund vor der Reise

Einer langen Bahnfahrt oder einem Flug sollte auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Tierarzt hinsichtlich der Vergabe eines Beruhigungsmittels vorausgehen. Das Tierarztgespräch ist auf jeden Fall notwendig, wenn die Einreisebedingungen des Ziellandes bestimmte Impfungen oder bestimmte maximale Vorlaufzeiten der letzten Impfung vorsehen. Italien beispielsweise verbietet die Einreise von Welpen, die jünger als 15 Wochen sind. Dies ergibt sich aus dem Mindestalter von zwölf Wochen in Verbindung mit der Vorlaufzeit der Impfung von 21 Tagen.

Wer einen längeren Auslandsaufenthalt plant, sollte auch die Fristen für die Gültigkeit der Hundehaftpflicht im Ausland berücksichtigen. Eine Dauer von mehreren Jahren innerhalb der EU ist nicht bei jedem Versicherer Standard.

Vertrautes auf die Reise mit Hund mitnehmen

Hundehalter sollten darauf achten, dass ihr Vierbeiner so viel wie möglich an Vertrautem am Urlaubsort vorfindet. Dazu zählt beispielsweise die ungewaschene Decke, um den gewohnten Geruch mitzunehmen. Dazu zählt aber auch das gewohnte Futter und das Lieblingsspielzeug.

Hunde sind in der Regel unkompliziertere Reisebegleiter als pubertierende Teenager. Dennoch sollten die Halter zu Beginn am Urlaubsort noch ein wenig verhalten mit ihrem Vierbeiner vorgehen. Ihn gleich am ersten Abend mit Menschenmassen auf einer vollen Uferpromenade zu konfrontieren, könnte Ängste hervorrufen.

Hund im Hotel

Urlaub mit Hund findet idealerweise im Wohnmobil oder in einer Ferienwohnung oder, noch besser, in einem Ferienhaus statt. Es gibt ausreichend Campingplätze, die Hunde auf der Anlage erlauben. Natürlich gibt es auch Hotels und Pensionen, in denen die Tiere willkommen sind. Allerdings kann es hier zu einer Häufung von Fellnasen kommen, was unter Umständen wiederum zu Konfliktpotenzial bei den Hunden untereinander führen kann. Nicht alle Herbergen wünschen die Hunde im Speisesaal. Ein gemütliches Abendessen über zwei Stunden ist dann von einem schlechten Gewissen begleitet.

Auf jeden Fall sollten die Hundehalter bei Hotelaufenthalten oder einer angemieteten Ferienresidenz darauf achten, dass die Haftpflichtversicherung auch Schäden an Mietsachen trägt. Beispiel: Die Besitzer sind beim Abendessen, der Hund langweilt sich im Hotelzimmer und kaut die Badezimmertür an. Ohne entsprechenden Versicherungsschutz bleiben die Hundehalter auf den Kosten für eine neue Tür sitzen.

Unternehmungen langsam steigern

Es muss nicht immer der Badeurlaub mit Hund sein. Bergtouren machen dem Vierbeiner, wenn er gerne unterwegs ist, wahrscheinlich auch viel Spaß. Aber im Urlaub ist in der Regel mehr Zeit für lange Touren als für die Spaziergänge zu Hause. Für Hunde gilt das Gleiche wie für Menschen: Alles ist eine Frage der Kondition. Wer seinen Hund gleich am ersten Tag zu einer achtstündigen Wanderung mitnimmt oder die erste Fahrradtour gleich über 50 Kilometer absolviert, überfordert das Tier. Das tägliche Pensum sollte daher langsam gesteigert werden.

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