Bild: Musiknote ©Pavel Ignatov/fotolia.com

Webradio

"Eingeschlichen" habe sich das Webradio, so heißt es in einer ARD-Studie über die "Potenziale eines neuen Verbreitungswegs für Hörfunkprogramme". Immer mehr Verbraucher hören Radio via Internet. Schätzungsweise 16.000 Stationen gibt es weltweit. Nicht alle, aber viele sind nur im Netz zu empfangen. Und immer streamen sie in UKW-Qualität, ob Grundfunk aus Gotteszell, ein alternatives Webradio in Ostbayern oder Wackenradio aus Doerpstedt mit seinem Heavy-Metal-Schwerpunkt.

War der Empfang am Anfang der Entwicklung an PC oder Laptop gebunden, gibt es dafür inzwischen eine große Auswahl an speziellen Geräten. Eigentlich sind sie kleine Computer, sehen aber wie Radios aus. Sie werden auch WLAN-Radios genannt, weil sie kabellos an das heimische Netzwerk angeschlossen werden können.

Webradios suchen automatisch nach Funknetzen

Die Bedienung ist kinderleicht: Wie bei einem Laptop sucht sich das Gerät beim ersten Einschalten die WLAN-Router in der Nähe. Gibt man den Zugangscode fürs Heimnetzwerk ein, verbindet sich das Radio mit dem Internet. Webradios der neueren Generation bündeln und sortieren die vielen Angebote wahlweise nach Land, Genre, Musik oder Wort und Stationskennung. Auch Favoritenlisten kann man anlegen. So lassen sich die Perlen aus dem Netz fischen. Gut die Hälfte der für die ARD-Studie befragten Webradiohörer fand die Anzahl der Programme "genau richtig", immerhin jedem Dritten waren es "zu viele".

Webradio-Geräte gibt es inzwischen auch bei Handels-Discountern zu erschwinglichen Preisen. Bald werden sie in größeren Stückzahlen in die Haushalte einziehen. Denn Webradios erleichtern die Radionutzung über das Internet deutlich, mittlerweile gelten sie schon fast als "normale" Radionutzung. Es gibt auch kaum Probleme beim Finden der Programme oder der Klangqualität, dafür ist allerdings die Installation häufig aufwendiger.

Die Preise für Webradios variieren je nach Ausstattung. Aktuell gibt es ein Gerät im Transistorstil für rund 40 Euro. Die Preisspanne ist groß: Geräte mit größeren Boxen und edlem Design können auch 1.000 Euro kosten. Die meisten Webradios haben eine Buchse für ein Netzwerkkabel. Wenn das Radio immer an einem Ort steht, kann man es auch mit dem Internetrouter verbinden.

UKW-Radio als Option bieten ebenfalls viele Geräte. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Gerät alle gängigen Formate abspielen kann wie beispielsweise mp3, wav, wma, AAC und Real Audio, aber auch ogg (ein verbreitetes Streaming-Format) und m3u (sogenannte "Playlisten-Files", also zusammengestellte und in einer einzelnen Datei gespeicherte Abspiellisten).

Webradios kann man auch über den PC oder Laptop empfangen. Man findet sie in Verzeichnissen wie surfmusik.de oder webradio128.de. Es lohnt sich, nach einer guten Linkliste zu suchen, denn nicht immer sind die Verzeichnisse aktuell. Weil die Sender sich vor allem über Werbung finanzieren, öffnen sich mit der Website oft auch eine Reihe Werbefenster.

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Text: Verivox, dapd
Bild: Pavel Ignatov
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