Bild: Mann mit Virtual-Reality-Brille ©Michal Krakowiak/iStock.com

Virtual Reality

Virtual Reality: Paradigmenwechsel in der Unterhaltungsindustrie

Virtual Reality steht für das Eintauchen in eine computergenerierte Wirklichkeit. Das Besondere dabei ist, dass es möglich ist, mit der virtuellen Umgebung zu interagieren und nicht bloß als Zuschauer dabei zu sein. Während die Technologie vor einigen Jahren nur in bestimmten Bereichen wie z. B. der Pilotenausbildung im Flugzeugsimulator angewendet wurde, findet sie in letzter Zeit immer mehr Anklang in breiten Teilen der Unterhaltungsindustrie. Aber auch für andere Bereiche wird Virtual Reality immer interessanter und steht kurz vor dem Durchbruch.

Alles wird intensiver mit Virtual Reality

Auf gewisse Weise erschafft auch ein herkömmliches Videospiel eine virtuelle Realität, da sich der Spieler auch dort oberflächlich mit einem Gamepad oder einem anderen Eingabegerät in einer simulierten Welt bewegt. Doch der Begriff Virtual Reality ist streng mit den VR-Brillen verknüpft, weil der Nutzer damit nicht mehr auf einen Monitor schaut, sondern die generierte Welt direkt vor sich sieht. Das Gefühl, in dieser Welt zu existieren, sich darin zu bewegen und Dinge beeinflussen zu können, markiert den großen Unterschied zu den bisherigen Simulationen.

In simulierten Welten Spiele völlig neu erleben

In der Videospieleindustrie ist in den letzten Monaten und Jahren ein großer Hype rund um Virtual Reality entstanden. Auf jeder Spielemesse waren die VR-Brillen der Publikumsmagnet und die Gamer neugierig darauf, die Technologie selbst zu erleben. Die Spieler begeben sich mithilfe der Brillen in eine virtuelle Realität und sind von dieser komplett umgeben. Der Bildausschnitt wird dabei durch die Bewegung des Kopfes bestimmt – ganz so wie auch in der „echten“ Realität. Somit sind die Nutzer je nach Spiel live bei Verfolgungsjagden dabei, oder fliegen durch atemberaubende Weiten des Weltalls. Mit Virtual Reality sind die Gamer Teil der Handlung und die Intensität des Spielerlebnisses nimmt um ein Vielfaches zu.

Virtual Reality könnte Kino für immer verändern

Auch Filmemacher haben Virtual Reality für sich entdeckt. Zwar kann der Zuschauer bei Filmen keinen Einfluss auf die Handlung nehmen oder sich in der dargestellten Welt fortbewegen, aber er bestimmt beispielsweise den Bildausschnitt selbst und muss sich bei aufregenden Action-Szenen zwischen verschiedenen Optionen entscheiden – wo soll er zuerst hinschauen? Auf das heranrauschende Auto von links oder doch die große Explosion rechts? Die 360-Grad-Filme ziehen die Zuschauer viel stärker in ihren Bann. Virtual Reality macht die Handlung spürbar und gibt ihnen die Illusion, sie wären live dabei. Daher hat die Technologie das Potenzial, die Kinowelt, wie wir sie kennen, nachhaltig zu verändern.

Virtual Reality bietet neue Möglichkeiten in der Medizin

Doch auch abseits der Unterhaltungsindustrie gibt es viele mögliche Anwendungsfelder für Virtual Reality. In der Medizin beispielsweise kann der Neurochirurg das 3D-Modell eines Gehirns begehen und sich somit viel detaillierter auf die bevorstehende Operation vorbereiten. Auch in der Therapie bietet die VR-Brille viele interessante neue Möglichkeiten. Sie wird beispielsweise bereits zur Behandlung von Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt. Ein weiteres Beispiel ist die Behandlung von autistischen Kindern, bei der sich die virtuelle Realität als überaus nützlich erwiesen hat. Dabei werden u. a. motorische Fähigkeiten trainiert. Zukünftig wird Virtual Reality noch viele weitere Felder in der Medizin abdecken.

Gefahren von Virtual Reality nicht ignorieren

Virtual Reality hat ein riesiges Potenzial auf unzählig vielen Anwendungsgebieten: Der Architekt kann zum Beispiel die Bauherren damit bereits vor Baubeginn auf einen virtuellen Rundgang durch das Gebäude mitnehmen. Die Technologie wird sich mittelfristig in unserem Alltag etablieren und viele Vorteile mit sich bringen. Doch Virtual Reality birgt auch Gefahren, die nicht unter den Tisch fallen dürfen. Die Erfahrungen mit VR-Brillen sind viel intensiver und authentischer, weswegen Szenen mit Gewalt auch viel bedrohlicher wirken und zu Bedrängungsgefühlen führen können. Besonders für Kinder ist es schwer, Realität und Simulation voneinander zu trennen. Bei sorgsamem Umgang mit der Technik und den Inhalten stellt Virtual Reality allerdings einen echten Paradigmenwechsel dar.

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