Bild: Auto auf der Straße ©hxdyl/iStock/thinkstock.de

Verkehrszentralregister

Von 2. Januar 1958 bis zum 30. April 2014 leistete das Verkehrszentralregister (VZR) - umgangssprachlich auch Verkehrssünderkartei genannt -  seinen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Im Rahmen der Reform des Punktesystems wurde das VZR am 1. Mai 2014 in Fahreignungsregister (FAER) umbenannt. Geführt wir das FAER auch künftig vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Die Umstellung brachte jedoch auch zahlreiche Änderungen mit sich.

Zu den aktuellen Informationen rund um das Fahreignungsregister geht es hier:

Fahreignungsregister

Reform des Verkehrszentralregisters: Führerschein weg bei 8 Punkten

Die Regelungen zur Flensburger Punktekartei wurden Ende 2013 reformiert. Danach gibt es weniger Punkte für Verkehrsdelikte und Verkehrssünden sind nur noch in zwei Kategorien eingeteilt. Grobe Verstöße werden dann statt mit ein bis drei nur nur noch mit einem Punkt angemahnt. Schwerwiegende Delikte ziehen zwei Punkte nach sich und nicht mehr wie aktuell drei bis sieben. Änderungen im Bußgeldkatalog gab es auch. Wer beispielsweise bei Nebel ohne Licht fuhr, zahlte 40 Euro und bekam drei Punkte. Heute sind es 60 Euro und ein Punkt.Was Autofahrer wissen sollten, zeigt Verivox im Folgenden.

Punktesünder aufgepasst

Es gibt viele verschiedene Verkehrssünden, die das Punktekonto in Flensburg nach oben treiben, vor allem bei Wiederholungstätern ist das KBA unerbittlich. Was vielen ebenfalls nicht klar ist: Wenn man beim Falschparken Rettungsfahrzeuge am Durchkommen hindert, kann dies nicht nur teuer werden, diese Verkehrssünde schlägt außerdem in Flensburg mit einem Punkt zu Buche. Auch bei den Promillegrenzen herrscht gefährliches Halbwissen, das den Betroffenen teuer zu stehen kommen kann. In Deutschland gilt zwar eine Promillegrenze von 0,5, doch auch bei geringeren Promillewerten kann es zu auffälligem Fahrverhalten kommen, das gegebenenfalls als Trunkenheitsfahrt gewertet und entsprechend bestraft werden kann.

Zahlen Punktesünder mehr für die Kfz-Versicherung?

Neuerdings achten manche Versicherer verstärkt auf das Punktekonto der Fahrer. Sie verlangen je nach Tarif bis zu 24 Prozent Aufschlag. Im Vergleichsrechner von Verivox sind es derzeit 2 von 55 Anbietern. Andere Versicherungen fragen die Punkte zwar ab, lassen diese aber nicht in den Kfz-Beitrag einfließen. Bisher müssen Puntkesünder also nicht mit einem Zuschlag rechnen.

Falsche Angaben sollten Autofahrer jedoch nicht machen. Kommt es zum Schaden, kann die Versicherung die Zahlung verweigern. Kommen Punkte während der Versicherungszeit auf das Konto in Flensburg, müssen das Autofahrer nicht melden.

Eine Studie des Instituts für Versicherungswesen zufolge findet es im Übrigen eine Mehrheit eher gerecht, dass Straßenrowdys für ihr Fahrverhalten stärker zur Kasse gebeten werden.

Punktestand abfragen

Wer wissen möchte, wie es sich mit seinem Punktestand in Flensburg verhält, kann sich im Internet darüber informieren. Drei Möglichkeiten bietet das KBA an:

1. Online mittels neuem Personalausweis
2. Auf dem Postweg
3. Direkt vor Ort beim Kraftfahrt-Bundesamt

Punkte können auch abgebaut werden

Hat ein Fahrzeughalter vier oder fünf Punkte erreicht, bekommt er eine Ermahnung und den Hinweis, dass er freiwillig an einem Fahreignungsseminar teilnehmen kann. Bei sechs oder sieben Punkten gibt es eine Verwarnung und Möglichkeit eines Seminarbesuchs. Allerdings werden dieses Mal keine Punkte abgezogen. Steht im Punktekonto mindestens die acht, ist die Fahrerlaubnis vorerst weg.

Wer sein Punktekonto entlasten will, kann an einem freiwilligen Aufbauseminar bei einer örtlichen Fahrschule teilnehmen. Ein derartiger Kurs kann allerdings nur ein Mal innerhalb von fünf Jahren belegt werden und mindert das Konto um einen Punkt.

Eine deutlich günstigere Methode zum Punkteabbau ist regelgerechtes Fahren. Hier gibt es jedoch Unterschiede, je nach Schwere der Verstöße:

- nach zwei Jahren und sechs Monaten für verkehrssicherheitsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten (Handy am Steuer)
- nach fünf Jahren für besonders verkehrssicherheitsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten (Alkohol am Steuer) oder Straftaten ohne Einzug der Fahrerlaubnis
- nach 10 Jahren für Straftaten mit Einzug der der Fahrerlaubnis

Wer 8 Punkte angesammelt hat …

Bei 8 Punkten in Flensburg ist die Fahrerlaubnis unwiderruflich entzogen, und zwar für mindestens sechs Monate. Der Betroffene erhält seinen Führerschein erst zurück, wenn er sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) – gemeinhin auch als Idiotentest bezeichnet – unterzogen hat. Besonders schwere Delikte wie Unfallflucht oder Fahrten unter dem Einfluss von Drogen können auch schon eher zum Führerscheinentzug führen.

Wann sich der Gang zum Anwalt lohnt

War meint, dass der Entzug der Fahrerlaubnis ungerechtfertigt ist, kann einen Anwalt einschalten. Da die Anwaltskosten ohne Rechtsschutzversicherung saftig sein können, sollte man jedoch zunächst das Kosten-Nutzen-Risiko abwägen.

Auch wer beispielsweise versehentlich über eine rote Ampel gefahren ist, kann versuchen, den Bußgeldsatz mit Hilfe eines Anwalts zu schmälern. Wiederholungstäter haben jedoch in jedem Falle schlechtere Chancen als Ersttäter.

Wer einen Anwalt einschaltet, muss sich im Klaren darüber sein, dass die Gerichte und Behörden am Punktestand in Flensburg nichts ändern können.

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Text: Verivox, dpa/tmn, dpa
Bild: hxdyl/iStock
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