Nano-SIM-Karte

Viele moderne Smartphones benötigen mittlerweile eine Nano-SIM-Karte und auch Mobilfunkbetreiber setzen auf die vierte Generation der ursprünglichen SIM-Karte. Doch welche Vorteile hat dieses noch kleinere und dünnere Format gegenüber Vorgängern und was kann man tun, wenn man eine Nano-SIM braucht, aber nur eine Micro-SIM besitzt?

Das Wichtigste in Kürze

  • Nano-SIM ist die Bezeichnung einer SIM-Karte der vierten Generation.
  • In den Kernfunktionen unterscheidet sich eine Nano-SIM-Karte nicht von den Vorgängern.
  • Vom Zuschneiden der SIM-Karte wird eindringlich abgeraten.

Was ist eine Nano-Sim-Karte?

Nano-SIM ist die Bezeichnung einer SIM-Karte der vierten Generation. Die Nano-SIM Karte hat nur noch eine Größe von 12,3 x 8,8 x 0,67 mm. Der Unterschied zu den vorherigen SIM-Karten Modellen, wie Micro-, Mini- oder Multi-SIM ist, dass die Nano-SIM fast ausschließlich nur noch aus dem Chip (Prozessor & Speicher) besteht.

Die SIM-Karte – des Handys Herz und Hirn

Die SIM-Karte ist das Herz eines jeden Mobilfunkgeräts, wobei SIM für Subscriber Identity Module steht. Sie dient der Identifikation des Nutzers und stellt eine Verbindung zum Telefon- und Datennetz her. Dank des auf der SIM-Karte integrierten Prozessors und Speichers können Nachrichten und Kontakte gespeichert werden, wobei Handys diese Daten auch oft auf dem internen Speicher ablegen. Neben dem Telefon kann man auch ein Tablet mit einer SIM-Karte bestücken, um dieses zum Telefonieren oder Surfen zu nutzen.

Worin unterscheidet sich eine Nano-SIM-Karte von anderen SIM-Karten?

In den Kernfunktionen unterscheidet sich eine Nano-SIM-Karte nicht von den Vorgängern. Lediglich die Größe wurde verringert, sodass sie mit 12,3 x 8,8 mm bei 0,67 mm Dicke noch einmal 40 Prozent kleiner ist als eine Micro-SIM. Diese Platzersparnis ist für moderne Smartphones extrem wichtig, denn je kleiner die verbauten Komponenten, desto mehr Platz entsteht für zusätzliche Hardware. So wäre es zum Beispiel möglich, einen größeren Akku zu verbauen, der energiehungrige Features wie LTE mit Energie versorgt. Dank des festgelegten SIM-Standards ist eine Abwärtskompatibilität gewährleistet, was bedeutet, dass mittels eines Adapters aus einer Nano-SIM eine Micro-SIM-Karte wird.

Nano-SIM-Karte von Anbietern erhalten

Wer einen Mobilfunkvertrag abschließt, bekommt vom Anbieter eine SIM-Karte bereitgestellt. Über lange Zeit handelte es sich hierbei um eine Micro-SIM-Karte, die einfach in das Handy eingelegt wurde. Zwar stellen alle vier Netzbetreiber und einige Discounter mittlerweile Nano-SIM-Karten beim Vertragsabschluss zur Auswahl, doch sollte dies nicht der Fall sein, steht der Kunde vor einem Problem: Moderne Smartphones wie das iPhone oder Nokia Lumia benötigen zwingend eine Nano-SIM, doch die mitgelieferte Micro-SIM ist schlichtweg zu groß für den Nano-Schacht.

Vom Zuschneiden der SIM-Karte wird eindringlich abgeraten

Auch wenn es im Internet neben einschlägigen Anleitungen auch zahlreiche Schablonen und Schneidegeräte gibt, sollte man vom eigenhändigen Zuschneiden absehen. Da sich die Micro-SIM nicht nur in Breite und Länge, sondern vor allem in der Dicke von der Nano-SIM unterscheidet, müssten diese Millimeterbruchteile abgehobelt werden. Dabei kann einerseits die Karte an sich beschädigt werden, andererseits können Metallspäne beim Einsetzen in das Smartphone elektronische Kontakte verbinden und für einen Kurzschluss sorgen. Ein immenses Risiko, wenn man die Kosten für eine Neuanschaffung des Handys und den Preis für eine Nano-SIM gegenüberstellt – zumal die meisten Anbieter kostenlose Karten bereitstellen. Wer trotzdem selbst Hand anlegt und die SIM-Karte ausstanzt oder zuschneidet, kann bei iPhone und Co den Garantieanspruch verlieren und läuft damit Gefahr, auch zu einem späteren Zeitpunkt einen hohen Preis zahlen zu müssen.

Welche Smartphones benötigen eine Nano-SIM?

Apple setzte sich in der Entwicklung des neuen SIM-Karten-Standards gegen den Vorschlag von Nokia, Motorola und RIM (Blackberry) durch, weshalb alle Hersteller mittlerweile Smartphones mit Nano-SIM-Steckplatz anbieten. Zwingend erforderlich ist diese unter anderem bei Apple ab dem iPhone 5, beim HTC One (M8), dem Motorola Moto X und dem Nokia Lumia 1520.

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