Bild: Methan ©pioregur/fotolia.com

Methan

Methan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Kohlenstoffe und das einfachste Alkan. Methan (chemische Formel CH4) gehört ebenso wie Kohlendioxid und Wasserdampf zu den seit dem Bestehen unseres Planeten existierenden natürlichen Treibhausgasen. Nach Kohlendioxid ist Methan mit einem Anteil von knapp 20 Prozent wichtigster Verursacher des Treibhauseffekts. Methan kommt vielfältig vor und wird ständig neu gebildet. Es stammt sowohl aus natürlichen Quellen wie Sümpfen und Wäldern als auch aus anthropogenen Quellen wie Mülldeponien, Reisfeldern oder der Viehhaltung. Erdgas besteht ebenfalls zum größten Teil aus Methan.

Methan entsteht bei allen organischen Gär- und Zersetzungsprozessen. Nach Angaben des Instituts für angewandte Umweltforschung verursacht die Tierhaltung rund 39 Prozent aller landwirtschaftlichen Methanemissionen, größtenteils durch Rinder. Hintergrund: Der Verdauungstrakt von Wiederkäuern produziert Methan. Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) geht davon aus, dass der Viehwirtschaftssektor für ein knappes Fünftel  der anthropogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.  

Klimakiller Methan?

Ohne die natürlich auf unserem Planeten existierenden Treibhausgase wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich. Durch den Treibhauseffekt wird die Wärme auf der Erde gespeichert und ein Einfrieren des Planeten verhindert. Die Durchschnittstemperatur auf der Erde liegt bei angenehmen 15 Grad Celsius. Ohne den Treibhauseffekt müssten wir uns mit durchschnittlichen Temperaturen von um die -18 Grad Celsius arrangieren.

Doch mit der Industrialisierung und der Zunahme der Treibhausgas-Emissionen sind die Temperaturen beständig gestiegen. Denn es gilt: Je höher die Konzentration der Treibhausgase ist, desto mehr heizt sich die Erdatmosphäre auf und desto wärmer wird es.

Die Folgen des Temperaturanstiegs könnten dramatischer nicht sein: Dürren, Stürme, Überschwemmungen und Hitzewellen stellen die Weltbevölkerung vor ungeahnte Herausforderungen.

Klimaschutzprojekte zur Vermeidung von Methan

Es gilt, der globalen Erwärmung und dem dramatischen Klimawandel zu begegnen. Über viele Jahre hinweg galt bei den Klimaexperten stets das Treibhausgas Kohlendioxid als die Quelle allen Übels. Doch Methan hat eine weitaus gefährlichere Auswirkung auf das Klima als bisher angenommen. 2009 veröffentlichte das Nachrichtenmagazin Spiegel Online einen Artikel über den Klimakiller Methan. Forscher hatten in dem Jahr erstmalig in einem Modell gezeigt, wie Methan, Kohlendioxid und Wasserdampf mit den Schwebeteilchen der Luft interagieren. Das Ergebnis: Methan sorgt für eine viel stärkere Erwärmung der Atmosphäre als bisher gedacht.  

Das Treibhauspotenzial (kurz GWP für Global Warming Potential) von Methan liegt nach neuen Berechnungen von Nasa-Forschern über dem des Treibhausgases Kohlendioxid. In einem Computermodell simulierten die Forscher zunächst die Wechselwirkungen der verschiedenen Atmosphärengase. Darüber hinaus untersuchten die Forscher aber auch, wie sich kleine Schwebeteilchen, die sogenannten Aerosole, auf die Prozesse in der Atmosphäre auswirken. Genau diese Wechselwirkungen zwischen Gasen und Aerosolen warfen die bisherigen Berechnungen über den Haufen; die Forscher berechneten in der Folge das Treibhauspotenzial der einzelnen Gase auf Grundlage der neuesten Erkenntnisse. Das Ergebnis: Berücksichtigt man die Wechselwirkung zwischen den unterschiedlichen Stoffen, entspricht die Wirkung von einem einzigen Kilogramm Methan dem Treibhauspotenzial von 30 Kilogramm Kohlendioxid.

Ebenso wie es Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes gibt, wurden bereits einige Klimaschutzprojekte entwickelt, die die Vermeidung von Methan zum Ziel haben. Klar ist: Um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden und die Erde für die nachfolgenden Generationen lebenswert zu erhalten, müssen sowohl die CO2-Emissionen als auch der Ausstoß von Methan gesenkt werden.

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Text: Verivox
Bild: pioregur
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