Ob bei der Wanderung oder beim Roadtrip: Das Ortungssignal des Smartphones stellt sich in vielen Fällen als praktischer Helfer heraus. Der eigene Standort ist schnell ermittelt, sodass Sie direkt die kürzeste Verbindung zum Ziel herausfinden. Dafür verantwortlich ist das GPS-Signal. Doch neben dem GPS-Standard ist mitunter auch GLONASS angegeben.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist GLONASS?
  3. GLONASS und GPS
  4. GLONASS, Galileo und Beidou
  5. Die Geschichte von GLONASS
  6. Welche Smartphones können GLONASS-Signale empfangen?
  7. GLONASS aktivieren
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Jetzt Handytarife vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • GLONASS ist ein satellitengestütztes Ortungsverfahren.
  • Der Betreiber ist das russische Verteidigungsministerium.
  • Die Abkürzung steht für Globalnaja nawigazionnaja sputnikowaja sistema, auf Deutsch: Globales Satellitennavigationssystem.

Was ist GLONASS?

GLONASS ist ein globales Navigationssatellitensystem. Betreiber ist das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation. Die Abkürzung GLONASS steht dabei für Globalnaja nawigazionnaja sputnikowaja sistema, was auf Deutsch in etwa Globales Satellitennavigationssystem bedeutet. Die Technik, die beim GLONASS Anwendung findet, entspricht ungefähr der Technik für GPS. Das System greift auf ein Satellitensignal zu, um die Position zu bestimmen. Die Genauigkeit von GLONASS liegt dabei zwischen fünf und sieben Metern. Sie finden das System in Smartphones, aber auch in Tablets oder in Trackern, die beim Sport zum Einsatz kommen. Damit zeichnen Sie nicht nur Ihre Sportaktivitäten auf; Sie haben auch die Möglichkeit, in Fotos für die Social-Media-Kanäle die jeweiligen Ortstags zu setzen oder Wegbeschreibungen zu vereinfachen.

GLONASS und GPS

Das System GLONASS ist russischen Ursprungs, GPS hingegen stammt aus den USA. Das Netzwerk des US-Systems weist insgesamt 31 Satelliten auf, das russische nur 24. Außerdem verfügen die Satelliten über verschiedene technische Ausstattungen.

  • Die Modelle für die Nutzung mit GPS verwenden alle dieselbe Frequenz für die Übertragung. Dabei unterscheidet sich allerdings die Kodierung der Signale. Experten sprechen hier vom Code-Multiplexing.
  • Die GLONASS-Technik basiert hingegen auf dem Frequenz-Multiplexing: Die Kodierung der einzelnen Signale ist zwar ähnlich, jeder der aktiven Satelliten nutzt für den Funkbetrieb aber eine individuelle Frequenz.

GLONASS, Galileo und Beidou

Das europäische Modell nennt sich Galileo. Beidou stellt die chinesische Alternative zu GPS und GLONASS dar und ist derzeit nur für den asiatischen Raum nutzbar. Zunächst arbeiteten die Forscher aus China zusammen mit den europäischen Experten am Galileo-System und unterstützten dieses auch finanziell. Dann trafen die Verantwortlichen aber den Entschluss, ein eigenes Ortungssystem zu entwickeln. Daher ist davon auszugehen, dass Beidou und Galileo für den Funkverkehr teilweise dieselben Kanäle heranziehen. Weitere verbreitete Systeme sind zum Beispiel:

  • das japanische Quasi-Zenit-Satelliten-System QZSS
  • das Indian Regional Navigation Satellite System aus Indien
  • Sapos, das Satellitensystem aus Deutschland

Die Geschichte von GLONASS

GLONASS basiert auf militärstrategischen Ideen. Es entstand während des Kalten Krieges unabhängig vom zeitgleich erdachten GPS-System. Die Arbeiten an dem russischen System begannen schon im Jahr 1972. 1982 starteten die ersten Satelliten, seit dem Jahr 1993 gilt GLONASS offiziell als betriebsbereit. Komplett ausgebaut mit allen Satelliten ist das System seit dem Jahr 1996. Da viele der Satelliten nach und nach ihre Funktionstüchtigkeit verloren, war das System schon bald nicht mehr nutzbar. Erst 2008 begannen die Entwickler mit der Wiederaufstockung der Satelliten. Das komplette System steht Nutzern seit dem Jahr 2011 wieder zur Verfügung.

Welche Smartphones können GLONASS-Signale empfangen?

Was viele User gar nicht wissen: Bei den meisten modernen Smartphones ist GLONASS inzwischen Standard. Zudem arbeiten aktuelle Handys heutzutage mit A-GPS. Neben den Informationen, die die Satelliten ihnen liefern, greifen die Mobilgeräte zusätzlich auf verschiedene WLAN-Netze, Daten der Mobilfunkmasten in der Nähe des Anwenders und Bluetooth zu, um die Position zu ermitteln. Zu den Smartphones, die das GLONASS-Signal nutzen können, zählen unter anderem:

  • die iPhones von Apple ab der 5er-Generation
  • Samsung Galaxy Modelle ab dem S3
  • Google Geräte ab dem Nexus 4

GLONASS aktivieren

Hierzulande ist GPS standardmäßig auf mobilen Geräten voreingestellt. Zur besseren Ortung schalten viele Hersteller zusätzlich das GLONASS-System hinzu – vom User unbemerkt. Die Auswahl des jeweiligen Dienstes läuft automatisch ab, die Geräte zeigen dabei immer GPS an. Die Einstellungen und der Datenschutzbereich liefern weder bei Android- noch bei iPhone-Modellen genauere Informationen. Android-Nutzer können aber die App AndroiTS GPS Test Free herunterladen und sich hier über die Ortung informieren.

Die Positionsbestimmung läuft durch das Zusammenspiel von GPS und GLONASS deutlich präziser und schneller ab. Die ausschließliche Verwendung von GLONASS lässt sich nicht einstellen. Es ist nur möglich, alle Ortungsdienste im Datenschutzbereich des Gerätes ein- oder auszuschalten.

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