Fixed Wireless Access

Ein Fixed Wireless Access (FWA) ist ein drahtloser Teilnehmeranschluss auf Mobilfunkbasis. FWA ist eine Alternative zu drahtgebundenen stationären Anschlüssen wie DSL, Kabel oder Glasfaser. Mit FWA kommt Breitband-Internet auch dorthin, wo DSL, Kabel oder Glasfaser noch nicht ausgebaut ist. Als Funktechnik kommt LTE zum Einsatz, perspektivisch auch das neue 5G-Netz.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Stationäres Internet per Funksignal
  3. Festnetzersatz bringt schnelles Internet aufs Land
  4. 5G als Schub für stationären Mobilfunk
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • FWA versorgt Haushalte über das Mobilfunknetz mit schnellem Internet.
  • Der Nutzer benötigt einen WLAN-Zugangspunkt am Gebäude und einen mobilen Router, um Internet per Funk auf seinen Endgeräten zu empfangen.
  • Funkbasierte Anschlüsse bieten sich als Festnetzersatz in ländlichen Regionen mit lückenhaftem Breitbandnetz an.

Stationäres Internet per Funksignal

Ein Mobilfunkmast sendet das Funksignal an den Empfänger bzw. den WLAN-Zugangspunkt am Gebäude. Der Router wandelt das Funksignal in ein WLAN-Signal um. Dieser versorgt nun die drahtlosen und kabelgebundenen Endgeräte im Haus mit Internet, etwa Smartphone, Tablet oder PC.

Infografik Fixed Wireless Access

Mit mobilen Routern sind Festnetzersatzlösungen innerhalb eines festgelegten Surfbereichs möglich – eine Festnetznummer ist allerdings nicht enthalten. Die Geräte sind auch für den Einsatz an wechselnden stationären Standorten geeignet. Sie sind überall dort einsetzbar, wo eine ausreichende Mobilfunkversorgung vorhanden ist, etwa in der Gartenhütte, im Ferienhaus oder auf dem Campingplatz. Einige Tarifmodelle ermöglichen eine flexible saisonale Nutzung.

Festnetzersatz bringt schnelles Internet aufs Land

Der Festnetzersatz für zu Hause eignet sich an Andressen, an denen der Breitbandanschluss zu wenig Leistung erbringt – oder kein Anschluss verlegt ist. Ende 2019 nutzten beispielsweise noch fast drei Millionen Breitbandkunden einen Internetzugang mit einer vermarkteten Datenrate von weniger als 10 Megabit pro Sekunde. Mit LTE sind aktuell Surfgeschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s möglich, mit 5G perspektivisch bis zu einem Gigabit. Die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit hängt jeweils vom Mobilfunknetz vor Ort ab.

5G als Schub für stationären Mobilfunk

Der Ausbau des 5G-Netzes dürfte funkgebundenen Anschlüssen weiteren Auftrieb geben – ebenso wie bereits der Vorgängerstandard LTE. Der Netzausbau ist im Gange, 5G-FWA wurde in Deutschland bereits getestet. Der Netzwerkausrüster Ericsson prognostiziert, dass es bis Ende 2025 weltweit 160 Millionen funkgebundene Hausanschlüsse geben wird.

Zusätzlich könnte der neue 5G-Mobilfunk als Überbrückungslösung beim Glasfaserausbau zum Einsatz kommen. Mit 5G-Richtfunk wird dann der Punkt vom Verteilerkasten zum Gebäude überbrückt (Wireless to the Home). So entfallen teure Bauarbeiten auf der letzten Meile zum Gebäude.