Eine eSIM ist eine im Endgerät fest eingebaute SIM-Karte. Das “e“ steht hierbei für “embedded“. eSIM-Karten sind die neuste Generation von Simkarten und werden je nach Bedarf von Mobilfunkanbietern programmiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der eSIM Karte handelt es sich um eine fest ins Smartphone eingebaute SIM-Karte („embedded SIM“).
  • eSIM-Karten können per Funk gesteuert werden.
  • Eine eSIM könnte auf verschiedenen Geräten aktiviert und genutzt werden.

Was sind die Vorteile einer eSIM?

  • Kleiner als eine SIM-Karte aus Plastik
  • Vereinfachter Vertragswechsel
  • Verwendung in kleinen Geräten wie Smart Watches
  • Nutzung von eSIM Geräten auch ohne Smartphone

In der Mobilfunkbranche ist immer öfter von einem elektronischen Standard für SIM-Karten die Rede. Es handelt sich bei der eSIM um eine fest ins Smartphone eingebaute SIM-Karte („embedded SIM“), als deren Vorteil vor allem der programmierbare – und damit vereinfachte – Vertragswechsel gilt. Kritische Stimmen warnen dagegen vor einem Kontrollverlust des Kunden und einer Abschaffung seiner Entscheidungsfreiheit. Wann eSIM-Karten flächendeckend in Deutschland genutzt werden könnten, ist offen. Vorreiter bei der Verwendung ist Apple. Mit der Veröffentlichung der iWatch Series 3 brachte Apple eine Smartwatch auf den Markt, welche optional eine eSIM integriert hat. Der zweite große Gerätehersteller Samsung will die neue Generation der SIM-Karten ebenfalls unterstützen.

Die eSIM im Gebrauch: Flexibel und schnell

Die stationären, im Mobilfunkgerät integrierten SIM-Karten bringen einige Vereinfachungen mit sich. eSIM-Karten können per Funk gesteuert werden. So lässt sich ohne Kartentausch der Anbieter oder der Tarif wechseln – und das innerhalb weniger Minuten. Während die bisher genutzten SIM-Karten fest an einen Mobilfunkanbieter bzw. an ein Netz gebunden sind, bleiben die eingebauten eSIM-Karten dem Gerät zugeordnet. So wird auch der Wechsel auf ein neues Smartphone leichter: Nutzer müssen nicht mehr darauf achten, ob die Karte auch wirklich ins neue Gerät passt, nicht vielleicht die falsche Größe hat oder wie sich der Karten-Slot öffnen lässt.

Wer bisher zwei oder mehr SIM-Karten in einem Smartphone (Dual-SIM bzw. Multi-SIM) genutzt hat, wäre nicht mehr von der geeigneten Hardware abhängig. Die eSIM könnte einfach bei mehreren Anbietern registriert und nach Bedarf genutzt werden. Oder andersherum: Eine eSIM könnte auf verschiedenen Geräten aktiviert und genutzt werden – sobald dieses etwa über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist. Im Ausland würde der Anbieter- und Netzwechsel ebenfalls flexibler. So können Urlauber einfach einen passenden Tarif bei einem Anbieter aktivieren lassen – und sparen sich Roamingkosten oder zusätzliche Prepaid-Karten.

Kritik: Abgeschwächter Wettbewerb zu erwarten

In den kommenden Jahren werden beide Standards, die eSIM und die herkömmliche SIM-Karte, zunächst parallel existieren. Weil die Einführung der eSIM viel Geld kostet, dürften große Namen wie Apple und Samsung ihre Vorreiterrolle weiter ausbauen. Kritiker befürchten außerdem, dass die eingebaute eSIM-Karte den Wettbewerb unter den Mobilfunkanbietern einschränkt und dem Kunden die freie Wahl seines Anbieters nimmt. Denn die Geräte-Hersteller könnten ihre eSIM-Karten nur für die Nutzung bestimmter Tarife oder Netzbetreiber freischalten, den Rest aber sperren – was einen deutlichen Eingriff in den Wettbewerb bedeuten würde. Bisher entscheiden Kunden selbst über die Kombination eines Mobilfunkvertrags und dem verwendeten Gerät – dank einsetzbarer SIM-Karte. Auch Prepaid-Karten, mit denen Nutzer heute günstig und vor allem anonym telefonieren können, wären mit einem Schlag überholt. Es bleibt abzuwarten, wie der Gesetzgeber auf diese Herausforderungen reagiert und welche Regelungen getroffen werden.

Mobiles Internet Vergleich

Mobiles Internet

  • Immer & überall online
  • Datenvolumen so viel Sie wollen
  • Neu: auch mit Surfstick & Router