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Energieeffizienz

Der Begriff „Energieeffizienz“ wird häufig mit „Energieeinsparung“ verwechselt. Was ist der Unterschied? Wenn von Energieeffizienz gesprochen wird, geht es um einen gleich bleibenden Nutzen, der mit mehr oder weniger Energie erreicht wird. Es geht um die Frage: Wie viel Energie brauche ich, um einen bestimmten Nutzen zu erreichen? Wenn die benötigte Energie für den gleichen Nutzen reduziert wird, wurde die Energieeffizienz gesteigert. Bei der Energieeinsparung hingegen kann ein bestimmter Energieaufwand auch einfach wegfallen, möglicherweise weil der Nutzen nicht mehr als sinnvoll erachtet wird. Kurz: Energie kann auch ohne Effizienzsteigerung eingespart werden.

Ein konkretes Beispiel für die Steigerung der Energieeffizienz kann die Abdichtung eines Rohres sein, durch das heißer Wasserdampf fließt. Durch das Leck geht Wasserdampf verloren und es muss mehr Energie aufgewendet werden, um die jeweilige Maschine am Laufen zu halten. Wird das Leck geschlossen, arbeitet die Maschine weiter wie vorher, es wird allerdings weniger Energie für den gleichen Effekt benötigt. Die Energieeffizienz wurde gesteigert. Ob es sinnvoll ist, die Maschine überhaupt laufen zu lassen, steht auf einem völlig anderen Blatt.

Führen steigende Preise zu mehr Energieeffizienz?

Im Bereich Energie steigen die Preise seit Jahren stetig an, weshalb die Steigerung der Energieeffizienz vor allem für die Industrie und andere Großverbraucher besonders attraktiv ist. Von diesem Gedanken ist auch die Ausgabe von CO2-Zertifikaten angetrieben: Sie sollen einen Anreiz darstellen, die Produktivität zu steigern und dennoch nicht mehr Energie zu verbrauchen.

In der Realität bleibt dieser Ansatz jedoch hinter den Erwartungen zurück. Denn gerade die Unternehmen mit den höchsten Energieverbräuchen haben in der Vergangenheit üppige Zuteilungen von Emissionszertifikaten erhalten. Hinzu kommt eine ganze Reihe von Steuererleichterungen wie die Befreiung von der EEG-Umlage oder den Netznutzungsentgelten.

Größte Chancen für Energieeffizienz im Bereich Wärme

Die größten Effizienzsteigerungen können in allen Bereichen erlangt werden, die mit Wärme zu tun haben. Das gilt beispielsweise für die Produktion von Elektrizität, bei der große Mengen von Wärme entstehen. Diese Abwärme wird jedoch nicht immer genutzt – man denke etwa an Atomkraftwerke, die vor allem nahegelegene Gewässer erwärmen. Wird auch die bei der Stromproduktion entstehende Wärme genutzt, spricht man von Kraft-Wärme-Kopplung. Durch diese Kombination können Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent entstehen.

Auch im Bereich der Raumwärme gibt es viele Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz. Mehr als die Hälfte der insgesamt in Deutschland verbrauchten Endenergie wird zur Erzeugung von Wärme eingesetzt. Durch die effektive Dämmung des Gebäudebestandes in Deutschland könnte der Gesamtenergieverbrauch der Bundesrepublik drastisch gesenkt werden – frieren müsste trotzdem niemand.

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