Beim Kauf von Elektrogeräten trifft man mitunter auf Bezeichnungen, die nicht jedem sofort verständlich sind. Dazu zählt zum Beispiel die Abkürzung DECT, die Sie unter anderem bei der Suche nach einem neuen Telefon für zu Hause oder einem Router für die Internetanbindung finden. Doch was hat es mit dieser Funktion auf sich? Und in welchen Bereichen wird DECT benötigt? Hier erfahren Sie mehr zu diesen Themen und lernen, welche Vorteile diese Technologie für den privaten und beruflichen Bereich mitbringt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist DECT?
  3. Wie funktioniert DECT?
  4. Was ist GAP?
  5. So groß ist die Reichweite von DECT
  6. DECT am Router: So richten Sie die Anbindung der Telefone ein
  7. Die Vorteile der DECT-Technologie
  8. In welchen Bereichen kommt DECT zum Einsatz?
  9. Verwandte Themen
  10. Weiterführende Links
  11. Jetzt Handytarife vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • DECT ist die Abkürzung für Digital Enhanced Cordless Telecommunications.
  • Die Bezeichnung ist vor allem als Standard im Bereich Telekommunikation verbreitet.
  • Sie nutzen DECT bei modernen Telefonen ohne Schnur.

Was ist DECT?

DECT ist ein moderner Standard für Telekommunikation. Die Abkürzung steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications, also "digital verbesserte schnurlose Telekommunikation". DECT kommt dementsprechend bei neuen Telefonen zum Einsatz, die nicht über eine Schnur mit der Basisstation verbunden sind, sondern per Funk. Für den Anschluss können mitunter auch mehrere Basisstationen zur Verfügung stehen, was noch mehr Flexibilität beim Telefonieren bietet. Die Geräte finden vor allem in Privathaushalten und in Büroräumen Verwendung.

Wie funktioniert DECT?

Zwar arbeitet DECT ohne Kabel, dennoch ist eine gewisse Reichweite einzuhalten. Wenn Sie mit einem Telefon mit DECT telefonieren, dürfen Sie sich nicht weit von der Basisstation entfernen. DECT ist eine Mobilfunktechnologie ohne zentrale Verwaltung – es handelt sich nur um einen Standard für die Übertragung von Signalen. Die Verwaltung und Vermittlung übernimmt eine angeschlossene Telefonanlage oder der betreffende Kommunikationsserver. Die Basis gibt das Beacon-Signal für die Übertragung an die Umgebung ab. Umliegende DECT-Mobilgeräte nehmen eine Synchronisation mit den Signalen vor und erhalten einen Zugriff: Wenn Sie ein Telefongespräch führen, wird ein Kanal für Sie freigeschaltet.

Was ist GAP?

Eine Weiterentwicklung der DECT-Technik stellt der GAP-Standard (Generic Access Profile) dar. GAP sorgt für die Interoperabilität diverser Geräte von unterschiedlichen Herstellern. So bieten die GAP-Modelle die Möglichkeit, eine bestehende Telefonanlage aufzurüsten – und zwar herstellerunabhängig. Jedes DECT-System weist einen exklusiven Frequenzrahmen auf. Dieser liegt zwischen 1880 und 1900 MHz, ein europaweit festgelegter Wert. Damit werden Störungen durch andere Systeme wie Bluetooth oder DSL verhindert. Auch das Überlappen mit anderen Telefonaten von Geräten in Ihrer Nähe ist ausgeschlossen. Wichtig: Zwar ist die herstellerunabhängige Nutzung möglich, dies gilt aber nur für die Basisfunktionen. In manchen Fällen führt ein Mobilteil einer abweichenden Marke nicht alle Zusatz-Features aus.

So groß ist die Reichweite von DECT

Für ein weitreichendes DECT-Netz kombinieren Sie mehrere Basisstationen miteinander. Den Übergang zwischen den unterschiedlichen Stationen während eines Telefongesprächs bezeichnet man als Handover. Er vollzieht sich automatisch. Insgesamt beträgt die Reichweite von DECT in Zimmern etwa 50 Meter, im Außenbereich werden häufig sogar 300 Meter erreicht. Um die Reichweite zu erhöhen, setzen Sie einen Repeater ein, der das Funksignal der Basis verstärkt. Für die Unterscheidbarkeit diverser Netze verfügen die Stationen über eine International Portable User Identity, kurz IPUI.

DECT am Router: So richten Sie die Anbindung der Telefone ein

Um ein DECT-Telefon an den heimischen Router zu koppeln, ist der Funk-Standard DECT-GAP nötig. Sie synchronisieren Ihre Geräte, indem Sie in den Konfigurationen Ihres Routers die Einstellungen anwählen. Dort finden Sie unter anderem den Befehl "Neues Gerät einrichten". Markieren Sie diesen Task und gehen Sie anschließend auf die Rubrik "Telefon", um dann im Folgenden die Option "DECT-Telefon" anzuklicken. Auf diese Weise verbinden Sie das Telefon beispielsweise mit der Fritz Box in Ihren heimischen vier Wänden oder im Office.

Die Vorteile der DECT-Technologie

DECT hat verschiedene Vorteile: Es lässt sich spielend leicht einrichten und ermöglicht zudem ein hohes Maß an Mobilität. So bewegen Sie sich während des Telefonates frei im Raum oder sogar im ganzen Gebäude. Mit Betriebstelefonen für die Hosentasche sind Sie auf dem gesamten Arbeitsgelände immer direkt erreichbar – für einfache und kurze Kommunikationswege. Wer über eine DECT-Verbindung telefoniert, der profitiert auch von einer hohen Tonqualität bei der Übertragung. Außerdem können Sie sich über die Abhörsicherheit freuen. Die Geräte arbeiten energiesparend und sind unabhängig von Ihrem WLAN.

In welchen Bereichen kommt DECT zum Einsatz?

Mit DECT lassen sich mehrere Schnurlostelefone zur selben Zeit nutzen – was die Technologie unter anderem für Familien mit größeren Kindern interessant macht. So stehen Ihnen freie Leitungen für wichtige Anrufe zur Verfügung, selbst wenn das Telefonat des Nachwuchses mal wieder ein wenig länger dauert. Auch für den Festnetzanschluss in einer Wohngemeinschaft ist DECT sehr zu empfehlen. Interne Gespräche innerhalb eines DECT-Systems sind kostenlos. Das ist praktisch für den Arbeitsalltag, wenn häufig von Büro zu Büro telefoniert werden muss.

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