Bild: Android ©raven/fotolia.com

Android

Android ist der Name eines Betriebssystems (beziehungsweise einer Software-Plattform) aus dem Hause Google, welches für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets entwickelt wurde. Das besondere Merkmal von Android ist, dass es sich um eine freie und quelloffene Software handelt. Android hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Entwicklung hingelegt: Das Smartphone-Betriebssystem ist inzwischen klarer Marktführer - noch vor wenigen Jahren nutzten es gerade einmal zwei Prozent der Handykunden. Und die Erfolgsgeschichte dürfte weitergehen.

Eine Software, tausend Gesichter

Auch wenn Android im Vergleich zur iPhone-Software iOS eher ein Spätstarter war, verwenden heute eine Vielzahl von Herstellern wie HTC, Samsung oder Sony die offene Software, die unter der Führung von Google entwickelt wurde.

Im November 2007 kündigte Google an, in einer Allianz aus damals 30 Technik- und Mobilfunkgrößen das Betriebssystem auf Basis von Linux zu entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt hatte Apple schon Millionen seiner Geräte verkauft, doch dank der breiten Unterstützung nahm der Absatz der Android-Geräte sehr schnell Fahrt auf. Inzwischen stellen sie eine sehr gute Alternative zum iPhone dar, unzählige Smartphone-Modelle laufen mittlerweile mit dem Betriebssystem Android. Doch sind die Benutzeroberfläche, Funktionen und Ausstattung dabei nicht einheitlich, zum Teil gibt es erhebliche Unterschiede.

Hier liegt auch der größte Unterschied zu dem Apple-System iOS: die Offenheit. Jeder Hersteller kann Android nach Belieben nutzen und verändern - und auch jeder Kunde. So verpasst beispielsweise HTC dem System seine eigene Oberfläche Sense. Garmin und Asus haben auf Android-Basis mit dem Nüvifone eine Kreuzung aus Navi und Smartphone gebastelt.

Seit 2009 trägt jede neue Version von Android den englischen Namen einer Süßspeise, dessen Anfangsbuchstabe jeweils im Alphabet aufsteigend ist: von Cupcake (Android 1.5) bis zu Lollipop (Android 5), Marshmallow (Android 6) und Nougat (Android 7).

Verschiedene Oberflächen, ähnliche Funktionen

Auch wenn die Android-Geräte unterschiedliche Oberflächen haben, sind die Funktionen weitgehend gleich. Bis zur Version „Gingerbread“ war Android nur für Smartphones vorgesehen – erst mit der Version „Honeycomb“ folgte ein für Tablets geeignetes System. Inszwischen wurde die Trennung zwischen Smartphone- und Tablet-Betriebssystem aufgehoben - seit „Ice Cream“ ist ein System für beide Geräteklassen vorgesehen.

Dass der Internetriese Google die Entwicklung von Android vorantreibt, merkt man unter anderem daran, dass der Zugang zu Google-Diensten wesentlich intensiver umgesetzt ist als beim iPhone. Natürlich ist auch die bekannte Google-Suchmaske bei den meisten Geräten auf dem Startbildschirm zu finden. Aber auch im Inneren werkeln die Entwickler kräftig: Die Software wird nicht nur immer schneller, sondern auch immer stromsparender. Während die letzten Versionen des Systems den Google Bezahldienst "Android Pay" sowie die Verarbeitung biometrischer Daten integrierten, ist es nun auch möglich, Applikationen die Zugriff bzw. die Berechtigung auf Systemkomponenten zu entziehen.

Riesige Auswahl an Apps

Durch die große Auswahl an Apps sind die Androiden zum Alleskönner geworden: Heute sind im Google Play Store über 2,5 Millionen Anwendungen erhältlich. Die stetig steigende Verbreitung von Android führt allerdings auch dazu, dass das Betriebssystem immer häufiger zur Zielscheibe von Schadsoftware wird. Insbesondere durch die Installation ungeprüfter Apps von Drittanbietern können Android-Nutzer Probleme bekommen oder gar den kompletten Zugriff auf ihr Gerät verlieren.

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