Zeitumstellung

Die Zeitumstellung beziehungsweise die Sommerzeit wurde hierzulande erstmals 1916 während des 1. Weltkriegs eingeführt. Ursprünglich handelte es sich um eine bis 1919 bestehende Kriegsmaßnahme. Im Jahr 1980 erlebte die Zeitumstellung eine Renaissance, die bis heute andauert. Bürger europäischer Staaten müssen zwei Mal pro Jahr ihre Uhr umstellen. Dies könnte sich jedoch bald ändern, denn die Europäische Union möchte die Prozedur abschaffen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Zeitumstellung: Winterzeit und Sommerzeit
  3. Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?
  4. Gründe gegen die Zeitumstellung
  5. Warum wurde die Zeitumstellung überhaupt eingeführt?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt Stromtarif sichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Uhr wird immer am letzten Sonntag des März auf Sommerzeit umgestellt, also um zwei Uhr nachts um eine Stunde vorgestellt.
  • Die Winterzeit beginnt jedes Jahr am letzten Sonntag des Oktobers durch ein Zurückstellen der Uhr von drei Uhr auf zwei Uhr.
  • Für die Abschaffung der Zeitumstellung spricht vor allem der Fakt, dass diese bei vielen Menschen gesundheitliche und psychische Probleme verursacht.
  • Die Europäische Kommission plant, die Uhren letztmalig im März 2021 umzustellen, doch dafür ist das Einverständnis sämtlicher Verkehrsminister erforderlich.

Zeitumstellung: Winterzeit und Sommerzeit

In der Vergangenheit definierte der Stundenwinkel der Sonne die Uhrzeit. Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es ortsabhängige Zeitunterschiede. Dies änderte sich durch die Meridiankonferenz von 1884, welche die Welt in 24 Zeitzonen einteilte. Jeder Abschnitt zeichnet sich durch eine bestimmte Zonenzeit – die Normal- oder Standardzeit – aus, die sich von Zone zu Zone immer um eine Stunde unterscheidet.

Im Jahr 1980 entschieden sich die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland dazu, die Zonenzeit im Sommerhalbjahr eine Stunde vorzustellen. Demzufolge bleibt es im Sommer eine Stunde länger hell. Durch die Einführung dieser sogenannten Sommerzeit bürgerte sich für die Normalzeit die Bezeichnung Winterzeit ein. An welchem Datum Bürger die Uhr vor- oder zurückstellen müssen, variiert jedes Jahr um wenige Tage. Dennoch gibt es für die Zeitumstellung feste Regeln.

Wann wird die Uhr auf Sommerzeit umgestellt?

Die Umstellung auf Sommerzeit erfolgt immer am letzten Sonntag des März. An diesem Tag wird die Uhr um zwei Uhr nachts auf drei Uhr vorgestellt, wodurch die entsprechende Nacht eine Stunde kürzer ist.

Wann wird die Uhr auf Winterzeit umgestellt?

Die Umstellung auf Winterzeit findet stets am letzten Sonntag des Oktobers statt. In diesem Fall müssen EU-Bürger die Uhrzeit nachts um drei Uhr auf zwei Uhr zurückstellen. Hier wird die Nacht demnach eine Stunde länger.

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Im Jahr 2018 führte die Europäische Kommission eine Online-Abstimmung zur Zeitumstellung durch, an der sich etwa 4,6 Millionen Menschen beteiligten. Die meisten votierten dafür, die Uhrumstellung abzuschaffen. Daraufhin sprach sich die Kommission dafür aus, dem Wunsch der Bürger nachzukommen.

EU-weite Abstimmung sorgt für Verzögerungen

Allerdings birgt die EU-weite Abschaffung der Zeitumstellung das Risiko, dass ein Flickenteppich entsteht. Die einzelnen Staaten dürfen nämlich prinzipiell in Eigenregie entscheiden, ob sie bei der Winterzeit (MEZ) oder der Sommerzeit (MESZ) bleiben. Dies könnte sich sowohl für die Wirtschaft als auch den Tourismus als problematisch erweisen.

Bevor die Änderung in Kraft treten kann, ist es demnach notwendig, sich einstimmig für eine der beiden Varianten zu entscheiden. Geht es nach der Europäischen Kommission, müssen die Bürger der EU-Staaten im März 2021 zum letzten Mal die Uhr umstellen. Allerdings ist es fraglich, ob sich die für die Zustimmung verantwortlichen Verkehrsminister der Mitgliedstaaten bis dahin einigen können.

Gründe gegen die Zeitumstellung

Es gibt verschiedene Argumente, die gegen die Zeitumstellung sprechen. Wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, verursacht das Vor- oder Zurückstellen der Uhr bei vielen Menschen gesundheitliche und/oder psychische Probleme. Diese können ihren Ausdruck beispielsweise in Gereiztheit, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen finden. Die Symptome entstehen dadurch, dass der biologische Rhythmus durch die Zeitumstellung aus dem Takt gerät. Eine indirekte Folge der angepassten Uhrzeit ist ein temporärer Anstieg der Verkehrsunfälle um knapp zehn Prozent.

Auch für öffentliche Verkehrsmittel bringt das System Probleme mit sich. Wenn die Uhr im März vorgestellt wird, fehlt Zügen und Fernbussen eine Stunde. In einigen Fällen ist es möglich, fahrplanmäßige Aufenthalte zu verkürzen. Besteht diese Option nicht, erreicht das Verkehrsmittel sein Ziel mit Verspätung. Bei der Umstellung auf Winterzeit halten Regionalzüge und ICEs in der Regel für eine Stunde an einem Bahnhof, wodurch sich die Reisezeit verlängert. Im Stundentakt verkehrende Verkehrsmittel müssen zwischen zwei und drei Uhr dagegen doppelt abfahren, wodurch sich die Anzahl der benötigten Fahrzeuge und des Personals erhöht. Außerdem ist es erforderlich, spezielle Fahrpläne zu erstellen.

Warum wurde die Zeitumstellung überhaupt eingeführt?

Für die Einführung der Zeitumstellung gab es mehrere Gründe. Einerseits wollte sich die Bundesrepublik damit an ihre westlichen Nachbarn anpassen, die die Sommerzeit bereits 1977 eingeführt hatten. Andererseits musste die Regierung eine Einigung mit der DDR finden. Von der Uhrumstellung erhofften sich die Staaten außerdem Energieeinsparungen bei der Beleuchtung.

Kann mit Zeitumstellung Energie gespart werden?

Erfahrungen zeigen, dass der wirtschaftliche Nutzen der Sommerzeit – wenn überhaupt – nur sehr gering ausfällt. Dies lässt sich zum einen damit erklären, dass die Haushalte am Morgen mehr heizen müssen. Zum anderen bleiben die Menschen länger wach, da es später dunkel wird. Darüber hinaus entfällt nur ein geringer Prozentsatz vom Energieverbrauch auf die Beleuchtung. Andere Haushaltsgeräte wie der Kühlschrank oder Backofen haben einen wesentlich größeren Einfluss auf den Stromverbrauch. Daher ist es sinnvoll, eher an dieser Stelle ansetzen.

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