Photovoltaik-Wartung

Zu den zahlreichen Pluspunkten einer Solaranlage gehört auch die Wartung: Denn Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) sind generell wartungsarm. Trotzdem ist es erforderlich, die Funktionstüchtigkeit sämtlicher Bestandteile der Anlage regelmäßig zu überprüfen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Solaranlage den höchstmöglichen Ertrag erbringt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Alle Teile der Photovoltaik-Wartung
  3. Abschluss eines Wartungsvertrags
  4. Photovoltaikanlagen-Wartung in Eigenregie
  5. Wie häufig muss eine PV-Anlage gewartet werden?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Einmal jährlich sollte eine Photovoltaik-Anlage von einem Fachbetrieb gewartet und umfassend kontrolliert werden.
  • Eine Überwachung der Erträge kann der Anlagenbesitzer auch selbst anhand der Zählerstände vornehmen.
  • Mit einem Wartungsvertrag erfolgt die Wartung der Photovoltaik-Anlage sicher in regelmäßigen Abständen.

Wartung aller Teile der Photovoltaik-Anlage

Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus vielen Komponenten, die allesamt einwandfrei funktionieren müssen, damit die gesamte Anlage ihre volle Leistung erbringen kann.

Solarmodule

Die Hauptaufgabe bei der Wartung der Solarmodule ist es, diese auf Beschädigungen zu überprüfen. Bei Hagelschlag können beispielsweise die Oberflächen Schaden nehmen. Bereits durch kleine Beschädigungen kann Feuchtigkeit eindringen und Defekte verursachen. Abgesehen davon sind die Photovoltaik-Module ziemlich wartungsarm.

Montagesystem

Das Montagesystem hält die gesamte Photovoltaik-Anlage sicher zusammen – zum Beispiel auf dem Dach. Die Kontrolle des Montagesystems ist daher sehr wichtig, denn die Anlage ist der Witterung ausgesetzt und bei starkem Wind besteht das Risiko, dass sich Teile lösen.

Verkabelung

Bei Solaranlagen kommen spezielle Kabel für den Außenbereich zum Einsatz. Die Witterung kann sie dennoch stark beanspruchen. Der Kabelmantel kann brechen oder die Steckverbindungen könnten sich lösen.

Wechselrichter

Der Wechselrichter zählt zu den etwas wartungsintensiveren Teilen einer PV-Anlage. Bei der Sichtkontrolle der gesamten Anlage sollte am Wechselrichter beispielsweise das Augenmerk auf den Steckverbindungen liegen. Zudem kann es in unregelmäßigen Abständen ein Update für die Software geben.

Solarstromspeicher

Wenn zu der Anlage ein Stromspeicher gehört, muss auch dieser gewartet werden, obwohl Lithium-Ionen-Akkus und Blei-Gel-Batterien insgesamt sehr wartungsarm sind. Ein offensichtlicher Defekt oder starke Verschmutzungen sind bei der Inspektion schnell entdeckt. Blei-Säure-Batterien hingegen sind aufwendiger in der Wartung, denn sie müssen immer wieder mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden.

Zähler

Der Zähler gibt an, wie viel Strom ins Netz eingespeist wird. Daher ist eine regelmäßige Eichung notwendig, um beispielsweise die Einspeisevergütung korrekt zu bestimmen. Gehört der Zähler dem Netzbetreiber, muss dieser den Zähler warten und eichen. Der Besitzer der Anlage sollte am besten monatlich die Zählerstände protokollieren.

Blitzschutzkontrolle

Um schwerwiegenden Schäden durch einen Blitzeinschlag vorzubeugen, muss die Technik einwandfrei funktionieren. Der Fachbetrieb kontrolliert bei der Wartung den Überspannungsableiter sowie den Zähler- und Verteilerkasten.

Abschluss eines Wartungsvertrags

Für die Wartung einer Solaranlage sollten Hausbesitzer Fachleute engagieren. Denn zum einen sind die Anlagen auf Hausdächern häufig schwierig zu erreichen. Zum anderen können die Anlagenbesitzer bei den Spezialisten sicher sein, dass alles korrekt überprüft wird. Dieser Nachweis ist auch für Versicherungen wichtig.

Für die Wartung der Photovoltaik-Anlage können Sie wiederkehrend – also beispielsweise einmal im Jahr – eine Firma beauftragen. Eine andere Möglichkeit ist der Abschluss eines Wartungsvertrags.

Der Wartungsvertrag läuft unbefristet und beinhaltet die regelmäßige Instandhaltung der Anlage. Ein Wartungsvertrag kann unter anderem folgende Leistungen abdecken:

  • Kontrolle vor Ort
  • Fernüberwachung
  • Notdienst
  • Beseitigung von Störungen
  • Austausch von Verschleißteilen
  • Reporting über die Wartungsarbeiten

Wenn größere Schäden an der Photovoltaikanlage auftreten, muss der Anlagenbesitzer die umfangreichen Reparaturen in der Regel separat in Auftrag geben. Viele Fachbetriebe machen dann direkt ein Angebot, das jedoch nicht bindend ist. Die Reinigung ist meist ebenfalls nicht im Wartungsvertrag enthalten, sondern separat zu vereinbaren.

Photovoltaikanlagen-Wartung in Eigenregie

Für Besitzer einer Photovoltaik-Anlage ist die Wartung durch Fachleute komfortabel und garantiert vor allem, dass die Anlage einwandfrei läuft. Jedoch können Anlagenbesitzer durchaus selbst ein paar Aufgaben übernehmen.

Die komplette Sichtkontrolle der Module, des Montagesystems und der anderen Teile ist nur zu empfehlen, wenn die Anlage gut zu erreichen ist. Nach einem Unwetter mit Sturm oder Hagel sollten die Besitzer die Anlage jedoch zumindest auf offensichtliche Schäden hin überprüfen. Ansonsten ist das Ablesen der Zählerwerte eine gute Möglichkeit zur Überwachung.

Wie häufig muss eine PV-Anlage gewartet werden?

Damit eine Solaranlage möglichst lange hält, sollte die Wartung regelmäßig stattfinden. Regelmäßig heißt in diesem Fall einmal jährlich. Manche Experten empfehlen sogar, halbjährlich eine Sichtkontrolle durchzuführen. Wenn aber ein Fachbetrieb die Anlage aus der Ferne dauerhaft überwacht und Sie selbst die Zählerabstände monatlich notieren und prüfen, genügt in der Regel die jährliche Begutachtung sämtlicher Komponenten der PV-Anlage. Sollte es nämlich zwischendurch zu Unregelmäßigkeiten im Ertrag kommen, ist das sofort ersichtlich und es kann außerhalb der wiederkehrenden Kontrollen eine Wartung oder Reparatur veranlasst werden.

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